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1. Januar 2000 / PolarNEWS

Entstehung der Antarktis

Die Antarktis war nicht immer ein vereister Kontinent – vor 70 Millionen Jahren war das Klima wahrscheinlich subtropisch, das Land von Wäldern bedeckt und von Tieren bevölkert. Heute wird angenommen, dass Antarktika den Kern des Superkontinenten „Gondwana“ bildete, der zusätzlich noch Südamerika, Australasia, Ozeanien und Indien umfasste.

Der deutsche Geophysiker Alfred Wegener stellte im Jahre 1902 die Hypothese auf, dass sich die Kontinente nicht an festen Positionen befinden – aber erst 40 Jahre später gab es ausreichend wissenschaftliche Daten, die diese Annahme bestätigten.
Das Zentrum Antarktikas ist der geographische Südpol, von dem die Küsten etwa 1500 bis 2500 km entfernt sind. Der Kontinent ist nahezu rund und liegt innerhalb des südlichen Polarkreises. Lediglich die Antarktische Halbinsel reicht bis 63 Grad südlicher Breite nordwärts.


Die Antarktis vor 280 Millionen Jahren. Antarktis war Teil von Gondwanaland. Zu dieser Zeit begann der Superkontinent nach Norden zu wandern.

Der Superkontinent beginnt auseinander zubrechen. Vor 140 Millionen Jahren trennten sich Südamerika und Afrika und der Südatlantik begann sich zu öffnen.

Amerika, Afrika und Indien haben sich bereits entfernt. Vor 60 Millionen Jahren begann sich Australien und Antarktika langsam zu trennen.

Der Ablauf der Entstehung lässt sich noch nicht beweisen, dies trifft besonders auch für den Zeitrahmen zu.
Ein völlig unerwartetes Resultat lieferte die jüngste Reise des Forschungsschiffes „Glomar Challenger“, mit der die Verbindung der Antarktis mit Südamerika, die Wanderung des Kontinents und die Frühentwicklung des Südatlantiks erforscht werden sollte. Sie fand am Rande der Antarktis einen versunkenen Kontinent – genauer gesagt, ein Bruchstück davon. Man stellte eine fingerähnliche Ausdehnung des Falkland-Plateaus fest, die sich in östlicher Richtung rund 1600 Meilen vom südamerikanischen Festland in den Südatlantik erstreckt. Vor über 150 Millionen Jahren habe dieses Stück „noch genau dort hineingepasst, wo wir heute die Südostküste Südafrikas haben“, erklärte einer der Wissenschaftler. Der „Finger“ fülle die letzte noch bestehende Lücke in der Rekonstruktion des Superkontinents aus.

 

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