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1. Januar 2000 / PolarNEWS

Meeresforschung

Meeresforschung: Objekt der Meeresforschung ist das Meer als Komponente im Klimasystem, als weltumspannendes Ökosystem und Eiweisslieferant, als geochemischer Reaktor und Lieferant mineralischer Rohstoffe, als Verkehrsweg, Deponie, Energiequelle und Erholungsraum. Entsprechend sind die Disziplinen Physik, Chemie,  Meeresbiologie  , Meteorologie, Geographie, Geologie und Geophysik an der Meeresforschung beteiligt.
Als Startpunkt der wissenschaftlichen Meeresforschung gilt die Weltreise des englischen Forschungsschiffes „Challenger“ 1872-1875. Der Phase der ersten Erkundung der Tiefsee folgte die systematische Aufnahme ganzer Ozeanräume, u.a. des Südatlantiks durch das deutsche Forschungsschiff „Meteor“ 1925-1927 .

qq-meerebiologie

Eine erste moderne Zustandsbeschreibung des Weltmeeres, die als Voraussetzung für die Initialisierung und den Test von Klimamodellen notwendig ist, konnte in den Jahren 1990-1998 im Rahmen des Globalen World Ocean Circulation Experimentes (WOCE) mit Hilfe von Schiffs- und Satellitenbeobachtungen erstellt werden. Aufbauend darauf begann 1999 ein weltweites Langzeitprogramm zur Erfassung saisonaler, zwischenjährlicher und dekadischer Schwankungen des Ozeans. Zusammen mit gekoppelten Modellen des Ozeans und der Atmosphäre wird angestrebt, die Vorhersagbarkeit von Klimaveränderungen von einigen Monaten wie für El Niño auf Dekadenzeiträume auszudehnen. 

WOCE – World Ocean Circulation Experiment
Das deutsche Forschungsschiff “Meteor” unternahm in der Antarktissaison 1989-90 ebenfalls eine Antarktisforschungsfahrt. Nach Forschungen an den Küsten Brasiliens, Uruguays und Argentiniens begann am 22. Dezember 1989 in Montevideo der 1. antarktische Fahrtabschnitt, der am 22. Januar 1990 In Ushuaia endete. Die Einsatzleitung hatte das Institut für Fangtechnik der Bundesanstalt für Fischerei, Hamburg inne. Es standen zuerst Krilluntersuchungen und Benthosprobennahmen auf dem Forschungsprogramm, wo um die Antarktische Halbinsel geforscht wurde.

Am 23. Januar 1990 verliess die ”Meteor” den argentinischen Hafen von Ushuaia zum letzten Fahrtabschnitt seiner 11. Reise. 45 Tage lang erforschte eine internationale WIssenschaftlergruppe unter Leitung eines Bremer Physikers die Rolle des südlichsten Ozeans im Kllmageschehen_ Mit diesen Arbeiten begann das internationale Programm ‘World Ocean Circulation Experiment (WOCE) , welches bis 1995 dauern wir. Alle meereskundlich aktiven Nationen werden sich beteiligen, um eine vollständige physikalisch-chernische Zustandsbeschreibung der Weltmeere zu erreichen. Die Route der “Meteor” führte von Feuerland zunächst südwärts zum antarktischen Kontinent, dann an der Packeisgrenze ostwärts bis nach Kapstadt (9. März 1990).

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