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30. Dezember 2003 / PolarNEWS

– 2003 – 12 Südkoreanischer Forscher stirbt bei Rettungsaktion

10.12.2003 : [KR] Südkoreanischer Forscher stirbt bei Rettungsaktion

Das Drama um südkoreanische Forscher in der Antarktis hat ein Menschenleben gefordert. Einer der acht am Wochenende verschollenen Wissenschaftler ist umgekommen, die sieben anderen überlebten – weil sie sich gegenseitig mit Schnee fütterten.
Drei Wissenschaftler einer südkoreanischen Station auf den Südshetland-Inseln hatten sich am vergangenen Samstag von einer Expedition nicht mehr zurückgemeldet. Die drei wurden unversehrt von einem chilenischen Hubschrauber aufgefunden, allerdings verschwanden bei der Suchaktion fünf weitere Südkoreaner. Medien und Behörden in Seoul teilten am Dienstag mit, das Boot sei nahe der Forschungsstation auf der König-Georg-Insel in einem Schneesturm untergegangen.
Einer der fünf Forscher sei dabei ums Leben gekommen. Die Überlebenden seien an Land geschwommen und hätten Zuflucht in einer verlassenen Hütte gefunden, sagte ein Sprecher des koreanischen Instituts für Meeresforschung. Sie hätten sich gegenseitig mit Schnee gefüttert, um wach zu bleiben. Eine russische Suchmannschaft habe sie Stunden später gefunden.
Südkoreas Präsident Roh Moo Hyun lobte die Wissenschaftler am Dienstag. „Die heldenhafte Weise, wie Sie diese Krise überlebt haben, hat unserer Nation nicht nur Freude, sondern auch Mut und Stärke gegeben“, sagte er dem Präsidialamt zufolge den Überlebenden. Die südkoreanische Station wurde 1982 gegründet und liegt zwischen Feuerland und dem antarktischen Festland.

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