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30. Dezember 2007 / PolarNEWS

– 2007 – 12 Wahlen, Rückgang Pinguine, Passagierjetlandung

03.12.2007  [AU] Parlamentswahlen in der Antarktis

Der australische Expeditionsmechaniker Noel Cottrell, 52, über seinen Gang zur Wahlurne
„Daran könnte ich mich gewöhnen: wählen zu gehen, ohne vorher mit dem üblichen Wahlkampfwahnsinn überschüttet zu werden. Uns Wissenschaftlern der Forschungsstation Davis in der Antarktis blieb der erspart. Unser Kreuz bei der Parlamentswahl machten wir trotzdem, rund 4000 Kilometer entfernt von Canberra. Wir haben uns sogar ein kleines Wahllokal im Freien eingerichtet, mit einer Urne und zwei von uns benannten Wahlhelfern. Diese gaben unser Ergebnis telefonisch an die Wahlkommission weiter und verschlossen die Wahlscheine anschliessend wieder. Mit dem nächsten Transport gehen sie nach Australien. Am Abend haben wir per Computer den Ausgang live verfolgen können. Ob ich mit dem Ergebnis zufrieden bin, das kann ich als Angestellter der australischen Regierung allerdings nicht verraten.“

11.12.2007 : Stiftung WWF alarmiert über drastischen Rückgang der Pinguin-Population in der Antarktis

Die Pinguin-Population in der Antarktis hat sich wegen der globalen Klimaerwärmung drastisch verringert, das steht in einem veröffentlichten Bericht der Umweltstiftung WWF
Der WWF-Bericht wurde auf der Konferenz über Klimawandel auf der indonesischen Insel Bali präsentiert. Aus dem Dokument geht hervor, dass durch das Schmelzen der Eisberge in der Antarktis der Lebensraum der Pinguine zerstört wird und ihre Futterquellen versiegen werden.
Ban Ki Moon ist der erste UN-Generalsekretär, der die Antarktis besucht hatte (10. November). Er äusserte seine Besorgnis über das Schmelzen der Gletscher und versprach, diesbezüglich „Sofortmassnahmen“ zu treffen.

12.12.2007 : Luftfahrt-Premiere – Erster Passagierjet landet in der Antarktis

Zum ersten Mal ist ein Passagierflugzeug auf dem Eis der Antarktis gelandet. Der Linienbetrieb der Verbindung nach Hobart in Tasmanien wird in der nächsten Woche aufgenommen. Der Bau der Landebahn auf australischem Gebiet verschlang sechs Millionen Euro.
Im Jahr verschiebt sich das Wilkins-Rollfeld um zwölf Meter. Nach Südwesten. Die eisige Landepiste der neuen Verbindung in die Antarktis befindet sich auf einem Gletscher. Am Montag landete zum ersten Mal ein Airbus A319 des Betreibers Skytraders auf dem tiefblauen Untergrund. Das Langstreckenflugzeug hob in Hobart auf Tasmanien am Sonntagabend um 19 Uhr ab und traf um circa Mitternacht in der Antarktis ein. Ein regulärer Flugbetrieb werde in einer Woche aufgenommen, hiess es heute.
Der Bau der 2,5 Kilometer langen und 700 Meter dicken Landebahn dauerte zwei Jahre und kostete zehn Millionen australische Dollar (6 Millionen Euro). Er erlöst Wissenschaftler und Forscher auf der rund 70 Kilometer entfernt liegenden australischen Forschungsstation Casey von der wochenlangen Reise übers Meer.
Die Flüge mit dem Airbus A319 zur Wilkins-Piste würden ausschliesslichen dem wissenschaftlichen Personal vorbehalten sein, sagte Projektmanager Charlton Clark der Nachrichtenagentur AFP. Es gebe keine Pläne, die Verbindung auch für Touristen zu öffnen.
Benannt wurde die Landebahn nach dem australischen Abenteurer Sir Hubert Wilkins, der als Erster vor 79 Jahren in die Antarktis flog. Seit Jahren wird der Kontinent auch von Ländern wie Neuseeland und Südafrika angeflogen – doch immer mit Militärmaschinen.

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