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1. Januar 2000 / PolarNEWS

1897-99 BE Adrien de Gerlache

Die Belgica-Expedition war eine belgische Expedition an die Küste der Westantarktis zwischen 1897 und 1899, die nach dem von ihr benutzten Schiff Belgica benannt wurde. Leiter der Expedition war der Belgier Adrien de Gerlache de Gomery, Zweiter Offizier war der damals noch junge und unbekannte Roald Amundsen. Ein ebenfalls bekannt gewordener Teilnehmer war der Schiffsarzt Frederick Cook, der die Expedition fotografisch dokumentierte. Die Belgische Antarktis-Expedition markiert zusammen mit der fast gleichzeitig stattgefundenen ”Southern-Cross-Expedition “ den Beginn des sogenannten Heldenzeitalters der Antarktisforschung. Der Abschluss dieser Aera  war die Quest Expedition 1922, die letzte Expedition von Ernest Shackleton

1897 lief das Dampfschiff »Belgica« von Antwerpen nach dem Süden aus, um wissenschaftliche Beobachtungen entlang der Westküste der Palmer-Halbinsel durchzuführen. Was ursprünglich als kurzes Unternehmen geplant war, dauerte aber doch beinahe ein Jahr. Den Befehl führte Leutnant Adrien de Gerlache von der belgischen Marine, ein Mann, der ganz ungewollt Entdeckerruhm erlangen sollte, da er infolge eines Irrtums zu weit nach Süden segelte. So musste seine Expedition als erste in der Geschichte der Südpolforschung einen Winter jenseits des südlichen Polarkreises verbringen.

Unter der Besatzung der »Belgica« befand sich ein gewisser Roald Amundsen, der sich damals seine Sporen als Forscher verdienen wollte. Ein weiteres Mitglied der Gruppe war Dr. Frederick Cook, der später Robert E. Peary in der Nordpolforsdmng noch so viel Kummer bereiten sollte.

Amundsen, der erste Steuermann, übernahm das Kommando über das Schiff, als unter der Besatzung Skorbut ausbrach und sowohl de Gerlache als auch der Kapitän des Schiffes so schwer erkrankten, dass sie ihr Testament machten. Dr. Cook, der Anthropologe und Arzt war, rettete sie durch eine merkwürdige Kur, indem er sie zwang, Robben- und Pinguinfleisch zu essen, was fast alle Männer, einschliesslich ihm selbst, verabscheuten.

Die »Belgica« blieb volle elf Monate lang von den Eisfeldern eingeschlossen, bis sie mit Hilfe von Sprengstoff und. Eissägen befreit werden konnte.

Die Expeditionsteilnehmer stellten zum ersten Male fest, dass es sich bei der Antarktis um einen eigenständigen, von einem Eispanzer überzogenen Kontinent handelt. Durch die lange Packeisdrift von 377 Tagen konnten erstmals umfassende meteorologische Untersuchungen über den Zeitraum von mehr als einem Jahr durchgeführt werden. Es wurde eine Vielzahl unbekannter Pflanzen- und Gesteinsarten zurück nach Europa gebracht. Erstmals waren die Strömungsverhältnisse an der antarktischen Küste untersucht worden. Ausserdem waren die Westküste der Antarktischen Halbinsel und eine Vielzahl von Inseln umfassend kartographiert worden, und es wurden während dieser Expedition die ersten Fotos in der Antarktis geschossen.

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