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1. Januar 2000 / PolarNEWS

ANTARKTIS V 1986-87

1987 :  Antarktis V  1986/87
ANT V/2: Dieser Fahrtabschnitt fand im Südatlantik aus Richtung Südamerika nach Südafrika statt. Er musste am’ 5.Juli 1986 unterbrochen werden, um einen ernstlich erkrankten Wissenschaftler nach Kapstadt zu bringen. Die “Polarstern” lag, am 11.und 12.Juli 1986 vor Kapstadt. Sie fuhr dann wieder nach Süden, wo am 28.7.die Driftphase im Südeis begann. Die Driftphase II war am 3.September 1986 beendet. Am 17.9.1986 legte das deutsche Forschungsschiff in Kapstadt an, wo Wissenschaftler ausgetauscht wurden. ANT V/3 : Winter- Weddell-See Projekt” Ende September 1986 begann dieser Forschungsabschnitt. Er wurde vom Direktor des Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut für Polar-und Meeresforschnung geleitet. An Bord waren 42 deutsche und 12 ausländische Wissenschaftler. Dieser Fahrtabschnitt hatte zahlreiche Höhepunkte. Etwa auf dem Greenwich-Meridian hat die “Polarstern” den 1500 km breiten, winterlichen Packeisgürtel durchquert und dabei zahlreiche Messungen erstmals im Eis vornehmen können. Am 14. und 15. Oktober 1986 wurde auf dem Schelfeis der östlichen Weddellsee eine neue deutsche Antarktisstation eingeweiht. Bei der “Drescher- Station” handelt es sich um eine biologisch- meteorologische Forschungseinrichtung, wo sechs Wissenschaftler zunächst 6 Wochen lang die Entwicklung und das Verhalten von frisch geborenen Weddellrobben erforschten. Weiterhin wurden Grösse und Fortpflanzungsrate sowie die Verbreitung von Kaiserpinguinen in diesen Gebiet erstmals untersucht. Dazu setzte man die Helikopter der “Polarstern” ein, die 1300 km Küstenstrecke abflogen und dabei etwa 130 000 Kaiserpinguine zählten. Im November 1986 entdeckte der Helikopter der “Polarstern” die drei grossen Eisinseln, die vom Filchner-Schelfeis abgebrochen waren. Ein Hubschrauberbesatzung fand die sowjetische Station Drushnaja 1 und konnten deren Unversehrheit in die Sowjetunion melden. Für diesen Erkundungsflug hatte ein weiterer Helikopter ein Treibstoffdepot für Zwischenlandungen zum Tanken auf einer der Eisinseln angelegt. Dicht unter der Küste des Weddellmeeres fand man das klarste Wasser der Welt. Das Leben im Meer spielt sich im antarktischen Spätwinter nicht in der Wassersäule, sondern am Meeresboden und an der Unterseite der Eisschollen ab. Direkt unter den Eisschollen fand man den Krill in Schwärmen. Am 15.Dezember 1986 war der Fahrtabschnitt ANT V!3 mit dem Einlaufen in Kapstadt abgeschlossen. Im dortigen Hafen brach ein Brand auf der “Polarstern” aus, der aber keinen ernsten Schaden brachte. ANT V/4 Am 26.Dezember 1986 lief die “Polarstern” zur Versorgung der Neumayer’-Station aus. An Bord war die neue Überwinterungsmannschaft. Bis zum 2.März 1987 fanden Fahrten zur Neumayer- und Filchner-Station statt. Mit Helikoptern wurden Geologen in die Kottan Mountains geflogen. An Bord war eine dreiköpfige belgisehe Forschergruppe des Renard Centre of Marine Geology . Im Januar 1987 traf die “Polarstern” in der Weddellsee das Bohrschiff “Joides Resolution”. ANTV/5; Am 19.März 1987 befand sich die “Polarstern” im argentinischen Puerto Madryn, wo der deutsche Bundespräsident Richard von Weizsäcker das Schiff besichtigte. Das deutsche Polarforschungsschiff “Polarstern” kehrte am 18.April 1987 nach einer Expeditionsdauer von fast 20 Monaten nach Bremerhaven zurück.

Erzeugt mit Guck mal 12.0

Polar 2 und 4 im Antarktiseinsatz: Die beiden Forschungsflugzeuge des Wegener – Institutes stehen jetzt in Betreuung des “HAPAG-Lloyd-Air” in Hannover. Sie starteten am 25.November 1986 von Hannover aus zu einen neuen Antarktisexpedition. Von Hannover ging die Flugroute nach Valencia- Las Palmas-Recife- Buenos Aires- Punta Arenas – Tte.Marsh (21.12.1986)- Rothera – Fossil Bluff- Filchner Station – Neumayer. F1uguntersuchungen fanden über den Gebieten des Filchner-Schelfeises der Weddellsee, den Shackleton  Ranges und bei der Neumayer-Station statt. Expeditionstrupps mussten transportiert und versorgt werden.Verschiedene  Gebirgszüge wurden abgeflogen und kartografiert. Die Schelfeiskanten fotografierten die fliegenden Forscher , um die jährlichen Veränderungen zu erfassen Etwa 700’000km2 war das abgeflogene Operationsgebiet gross. Anfang Februar  87 rettete die Besatzung der “Polar 2″ vier sowjetische Forscher, die schwerverletzt 400 km von der Station Drushnaja entfernt nach einem Hubschrauberabsturz aus dem Eis gerettet wurden.Der Wintereinbruch auf Antarktika, der Ende Februar einsetzte, beendete das Flugprograrum. Fast hätte der  einsetzende Winter den Flug von Tte Marsh nach Punta Arenas über 800 km verhindert , wo die Flugzeuge wieder von Ski- auf Räderfahrwerk umgerüstet wurden. Der Rückflug, erfolgte auf der gleichen Strecke wie beim Hinflug. Am 15.März 1987 kurz vor 9.00 Uhr landeten beide Flugzeuge auf dem Flugplatz Luneort bei Bremerhaven.
nn-de87

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