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1. Januar 2000 / PolarNEWS

Antarktisexpeditionen

Zuerst zur Definition Antarktisexpedition (ab 1945) : Ich möchte hier nur jene erwähnen, die irgendwie etwas mit einer staatlichen Instanz zu tun haben, selbst wenn es nur die Logistik betrifft. Im Gegensatz zu den historischen Expeditionen möchte ich hier nicht reine private Initiativen erwähnen, wie eine private Transantarctica (= Kategorie Tourismus) oder die Aktivitäten von Greenpeace (=Kategorie Umwelt).

Mit dem 2. Weltkrieg geht in der Antarktis auch die Aera der Entdeckungen zu Ende und es beginnt die Aera der Dauerpräsenz. 

Die Gründerstaaten des Antarktisvertrages sind mit dem Internationalen Geophysikalischen Jahr 1957/58 (IGY) früher eingestiegen, andere Länder wie China, Indien, Deutschland und weitere Länder Europas und Südamerikas etwas später. 

Es gab aber schon vor dem Abschluss des Antarktisvertrages Expeditionen in die Antarktis – bei einigen war es aber eher politische Präsenz.

Expeditions-Namen

Von einigen Ländern werden die jährlichen Expeditionen durchnummeriert und mit einem Wortkürzel des betreffenden Landes ergänzt. Die Abkürzungen lauten wie folgt:

  • SAE = Sowjetische Antarktis Expedition 1.-36.= SAE
  • RAE = Russische Antarktis Expedition ab 37. = RAE
  • DDR= Teilnehmergruppe an SAE/ ab 1988 eigene Exp ab 1
  • JARE = Japanische Antarktis Expedition
  • FR = Französische Expedition (  mit römischen Ziffern – hier arabische )
  • USA = DeepFreeze I-IV, nachher Jahreszahl
  • PL = Polnische Expeditionen, römische Ziffern = Krillexpeditionen

Auflistung bis zur Jahrtausendwende siehe ganz rechts




19. resp. 21. SAE

Jare 8 – Japanische Antarktis Expedition
Gastforscher – Austauschwissenschaftler (Exchange scientist)

Viele Länder entsenden keine eigenen Expeditionen in die Antarktis. Sie schliessen sich andern grösseren Ländern an und benutzen so deren logistische Unterstützung. Vor etwa 1985 schlossen sich so die ehemaligen Ostblockstaaten der damaligen Sowjetunion an, während die übrigen Ländern meist Gäste der grossen Forschernationen in der Antarktis – wie der USA oder Neuseeland – waren. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wurde diese Regel durchbrochen. Für kleinere Länder mit wenigen Forschern sind die logistischen Aufwendungen zu kostspielig.

Gastforscheraus den Niederlanden bei GANOVEX

Im Gegensatz dazu ist der „Exchange scientist“  ist ein gegenseitiger Austausch von Wissenschaftlern , z.B Russen bei den Amerikanern – und umgekehrt! Dies hat übrigens auch während des „Kalten Krieges“ funktioniert, ist aber ganz im Sinne des Antarktisvertrages.
m-be51281mcmurdoexchange

Ein Gastforscher wäre auch bei einer grossen Forschernation möglich – rein sprachlich – es muss ja nicht immer alles auf Gegenseitigkeit beruhen. Um diesen Sprachbegriffen  auszuweichen, wird grundsätzlich der Begriff „Gastforscher“ verwendet. Die Anmerkungen zu den Gastforschern sind in den Beiträgen des jeweiligen Landes eingestreut , bei folgenden Ländern habe ich einen eigenen Beitrag:

 

Expeditionsabbrüche

Expeditionsabrüche  – oder solche, welche überhaupt nicht zustande gekommen sind – sind auch möglich, wie die folgenden Briefe zeigen:




HP0013_phixr

n-de60

 

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