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1. Januar 2000 / PolarNEWS

Die Huskies verlassen die Antarktis

Seit den ersten Tagen der Erforschung der Antarktis gehörten die Schlittenhunde (Huskies) dazu. Die erste australische Expedition, die Huskies verwendete, war die von Sir Douglas Mawson in den Jahren 1911-14. Hunde begleiteten die erste ANARE-Expedition zur Heard Insel im Jahre 1947. 1954 verbrachten zehn Männer und dreissig Hunde den ersten Winter auf der Station Mawson – der ersten ständigen australischen Station in der Antarktis. Hunde waren auch bei der Errichtung der anderen australischen Antarktisstationen dabei.

Das Protokoll zum Antarktisvertrag über Umweltschutz (das sog. Madrider Protokoll) vom 4. Oktober 1991 bedeutete das Ende der Schlittenhundeära in der Antarktis. Im Rahmen zahlreicher Massnahmen zur Begrenzung der Umweltzerstörung durch den Menschen besagt der Vertrag, dass Hunde nicht mehr in das Gebiet des Antarktisvertrages gebracht werden können. Alle Tiere müssen bis zum 1. April 1994 entfernt sein.

In den ersten Jahren der ANARE-Forschung ermöglichten die Hunde den Zugang zu sonst unzugänglichem Gebiet. Hundeschlitten waren eine relativ sichere und schnelle Fortbewegungsart in wenig bekannten Gebiet. Die Verbesserung der Motortechnik verdrängte allmählich die Schlittenhunde. Trotzdem blieben die Huskies die beste Transportart auf schwierigem Gelände. Die Hunde waren treue Begleiter des Menschen. so dass deren Fehlen sicherlich eine Lücke hinterlassen wird.
hh-endhuskies

‚Husky“ ist der gebräuchliche Name für Arbeitshunde In der Kälte. Bekannte Arten sind der Alaska Malamut. der Samojede und der Sibirische Husky. Die australischen Hunde stammen von französischen Hunden ab, die von der französischen Antarktisexpedition 1948-49 im Melbourner Zoo zurückgelassen wurden. Die Hunde waren eine Mischung aus Labrador- und Grönlandtieren, die sehr streng und temperamentvoll sind. Neues Blut von Alaska Malamuts wurde zwischen 1959 und 1962 gekreuzt. später kamen noch Tiere aus Neuseeland und Grönland hinzu.

Als die Entscheidung gefallen war, dass alle Tiere die Antarktis verlassen mussten, wurde viel Wert aut eine gute Unterbringung der Tiere gelegt. Die „Antarctic Division“ wollte einige Tiere als Arbeitstiere behalten. Letztlich wurden zwei Tierheime In Ely, Mmnesota, als Zuhause und Arbeitsplatz für die Tiere genommen. Die dort für Erholungssuchende durchqeführten Schlittenfahrten Sind ähnlich wie in der Antarktis. So gingen 22 Hunde am 4. November 1992 an Bord der „Aurora Australis‘ zu Ihrer Reise nach Nordamerika.

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