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1. Januar 2000 / PolarNEWS

Eislexikon zum Thema Antarktis

Deutscher Begriff – englischer Begriff –  der Begriff bedeutet :    (=siehe weiter bei entsprechendem Deutschen Begriff)

  • Altschnee  old snow  Abgelagerter Schnee, die ursprüngliche Form der Eiskristalle ist nicht mehr erkennbar
  • aufgepresstes Eis siehe Packeis
  • Band siehe Streifen
  • Bergschrund Spalte am obersten Ende eines Talgletschers, die den sich bewegenden Gletscher von der Felswand trennt
  • Bucht bay Einbuchtung des Treibeisrandes durch Wind und Strömungen
  • Buchteis bay ice Ebenes Eis, das sich in mehr als einem Winter gebildet hat und nicht aufgepresst (=Packeis) worden ist. Schneeschichten auf der Oberfläche tragen zum Dickenwachstum bei. Die Höhe über dem Meeresspiegel kann bis 2m betragen.
  • Deckgletscher cover glacier Lokale Sonderform der zentralen Firnhaube
  • Dichter Eisrand  siehe Eisbarre
  • Durchflussgletscher outlet glacier Ein Gletscher, der von einem Inlandeis kommend ein sonst als Sperre wirkendes Gebirge durchfliesst
  • Eis ice Feste Form von Wasser, die sich in der Natur auf folgende Arten bilden kann: a) durch Gefrieren von Wasser auf Flüssen oder Meeren, b) durch Kondensation von Wasserdampf in der Luft zu Eiskristallen, c) durch Zusammendruck von Schnee mit oder ohne damit verbundener Gletscherbewegung, d) Durchsetzung von porösem Schnee mit Wasser, das in der Folge friert.
  • Eis, Aufrechtstehendes  Standing floe  Isoliertes Schwimmeis, in vertikaler oder geneigter Stellung, umgeben von einheitlichem Eis.
  • Eisbank patch Ansammlung von Treibeis mit weniger als 10km Durchmesser. Die Grenzen sind von einem Schiff übersehbar.
  • Eisbarre ice bar Dichter Eisrand aus Schollen, die durch Wind, Strömungen oder Dünung zusammengepackt wurden – schwer durchdringbar
  • Eisberg iceberg Grosse Masse treibenden oder gestrandeten Eises, über 3m über den Meeresspiegel ragend, die von Gletschern oder Schelfeis stammt. 
  • Eisbergstück bergy bit Mittelgrosses Eisstück, im allgemeinen weniger als 5m über dem Wasserspiegel, von der Grösse eines kleinen Hauses. In den meisten Fällen Gletschereis, gelegentlich massives Meereis.
  • Eisblink Ice blink ein weisses Aufhellen der tiefen Wolken über einem Eisfeld – leuchtet am Horizont
  • Eisblumen hoarfrost Eine Ablagerung von Eis, die kristalline Formen aufweist (Leitern, Nadeln, Federn, Fächer), entstanden durch Kondensation von Wasserdampf aus der Luft bei einer Temperatur unter 0°C
  • Eisbrei sludge Schwammartige, weissliche Eisklumpen von wenigen Zentimetern Durchmesser
  • Eisdecke ice sheet Eine kontinuierliche Masse von Eis und Schnee von beträchtlicher Mächtigkeit und grosser Ausdehnung. Eisdecken können auf Felsuntergrund ruhen (=Inlandeisdecke) oder auf Wasser (=Schelfeis). Eisdecken, die weniger als 50’000km2 Fläche besitzen (Schweiz=41’000km2 !!) , heissen Eiskappe
  • Eisdom ice rise Eine Eismasse, die auf Fels ruht und entweder von Schelfeis ganz oder teilweise umgeben ist, teilweise von offenem Meer oder eisfreiem Land. Kein Fels ist an der Oberfläche blossgelegt und der Untergrund kann unter dem Meeresspiegel liegen. Eisdome haben oft eine kugelförmige Gestalt. Der grösste bekannte Eisdom hat einen Durchmesser von etwa 100km
  • Eisfall ice fall Stark mit Spalten durchsetztes Gebiet in einem Gletscher über einem Steilabfall
  • Eisfeld ice field Mit Treibeis bedecktes Gebiet. Die Schollen haben verschiedene Grösse. Die Ausdehnung ist so gross, dass die Grenzen von einem Schiff nicht gesehen werden können.
  • EisfrontEisstirn ice front Vertikales Kliff an der meerseitigen Stirn eines Schelfeises, das in der Höhe von 2 bis 50m variieren kann.
  • Eisfuss ice foot Eisstufe an der Küste, die nicht von den Gezeiten bewegt wird und an der Küste bleibt, wenn das Küsteneis abgetrieben wird.
  • Eisgürtel belt Langgestrecktes Gebiet mit Treibeis von wenigen Kilometern bis über 100km breit
  • Eishaut ice rind Dünne elastische glänzende Eiskruste, weniger als 5cm dick, entstanden durch das Zusammenfrieren von Eisschlamm oder Eisbrei auf ruhiger Meeresoberfläch. Wird durch Wind oder Seegang leicht zerbrochen. Beim Durchfahren eines Schiffes ist klirrendes Geräusch zu hören.
  • Eishümpel  siehe Growler
  • Eisinsel ice island Von einem Schelfeis losgelöster treibender Teil
  • Eiskappe ice cap  Ein kuppelförmiger Gletscher, der gewöhnlich ein Hochlandgebiet bedeckt. Eiskappen sind beträchtlich kleiner in ihrer Ausdehnung als Eisdecken
  • Eiskristall ice crystal Eispartikel. Feine Nadeln oder Plättchen aus Eis, im Wasser schwebend.
  • Eislawine ice avalanche Beim Überfliessen eines grossen Felsabbruches abbrechendes Stück Inland- oder Gletschereis. Die Bruchstücke frieren unterhalb zu einem neuen Gletscher zusammen (Regenerierte Gletscher – reconstructed glaciers)
  • Eismauer ice wall Mehr oder weniger senkrechter Abbruch von Inlandeis an der Küste. Oft ist am Meeresspiegel Fels zu sehen.
  • Eisnebel ice fog Schweb von zahlreichen kleinen Eiskristallen in der Luft, welche die Sichtweite herabsetzen. Die Kristalle glitzern oft in der Sonne. Eisnebel ruft optische Erscheinungen wie kleine Halos und dergleichen hervor.
  • Eisnieseln freezing drizzle Sprühregen, bei welchem die Wassertropfen gefrieren. Wenn sie mit dem Boden oder mit Gegenständen am Erdboden oder in der Luft in Berührung kommen.
  • Eisprismen ice prisms Ausfall von unverzweigten Eiskristallen in der Form von Nadeln, Säulen oder Plättchen, die oft so winzig sind, dass sie in der Luft zu schweben scheinen. Sie können von einer Wolke oder vom wolkenlosen Himmel fallen. Sie sind hauptsächlich dann sichtbar, wenn sie im Sonnenschein glitzern (Diamantennebel) Sie können dann Lichtsäulen oder Halos hervorbringen. Diese Niederschlagsform ist in den Polargebieten häufig, bei niedriger Temperatur und stabilen Luftmassen.
  • Eisrand ice edge Grenze zwischen offenem Wasser und Meereis.
  • Eisreede ice port Einbuchtung in einer Eisfront, oft von vorübergehenden Charakter, in der Schiffe unmittelbar auf ein Schelfeis entladen können.
  • Eisregen freezing rain Regen, bei welchem die Wassertropfen gefrieren, wenn sie mit dem Boden oder Gegenständen am Erdboden in Berührung kommen.
  • Eisschild siehe Eisdom
  • Eisschlamm ice slush Anhäufung von zusammengefrorenen Eisnadeln auf der Wasseroberfläche. Sie bilden Flecken oder eine dünne zusammenhängende Schicht von grauer oder bleierner Farbe. Die mit Eisschlamm bedeckte Meeresoberfläche hat dunkle Farbe.
  • Eisscholle ice floe Einzelnes schwimmendes Meereisstück, gross oder klein, von starker oder schwacher Mächtigkeit: sehr gross (vast) ø über 20km, gross (big) ø 1-10km, mittel (medium) ø 200m-1km, klein (small) ø 10-200m, sehr klein (ice cake) ø weniger als 10m
  • Eissporn ram Unter Wasser liegender Sporn eines Eisberges oder einer Scholle. Bildet sich durch stärkere Abschmelzung des Eises über Wasser
  • Eisstau ice jam Anhäufung von zerbrochenem Fluss- oder Meereis in einem engen Kanal
  • Eisstrom ice stream Teil einer Eisdecke, in welchem das Eis schneller fliesst und nicht immer in der Richtung wie das umgebende Eis. Die Ränder sind manchmal klar erkennbar durch eine Änderung in der Richtung der Oberflächenneigung, doch können sie auch unbestimmt sein. 
  • Eisstromnetz reticular glaciers Zwischenglied zwischen Talgletscher – System und Firnstromgletscher. Durch Anschwellen der Talgletscher treten diese über ihre Ufer und miteinander in Verbindung. Die Ernährung ist gegenseitig. Täler und Gipfel ertrinken allmählich, die Oberfläche zeigt keine Abhängigkeit vom Relief.
  • Eiszapfen icicle Hängender Zapfen aus klarem Eis, der durch Frieren von tropfendem Wasser gebildet wird.
  • Festeis fast ice Meereis an der ursprünglichen Entstehungsstelle. Es hat oft beträchtliche Mächtigkeit. Vorkommen entlang der Küste mit Uferbefestigung, oder über untiefen, wo es durch Inseln, gestrandete Eisberge oder gestrandetes Packeis festgehalten wird.
  • Firn firn Altschnee, der in dichteres Material verwandelt wurde. Firn wird durch folgende Tatsache charakterisiert: Die Partikel berühren sich, die Luftzwischenräume stehen miteinander in Verbindung. Die erste Eigenschaft unterscheidet den Firn vom Schnee, die zweite vom Eis.
    Firnflecken Lokale Ansammlung von Firn in Mulden
  • Firnhaube, zentrale Ein zentral gelegenes Nährgebiet , das seine Umgebung überragt. Von ihm strömen radial Gletscherzungen ab
    Firnkesselgletscher Das Nährgebiet besteht aus zahlreichen Kesseln, in welche Lawinen abstürzen. Die Firnbildung wird durch Niederschlag verstärkt.
  • Firnstrom Gletscher, deren höhere Abschnitte noch dem Nährgebiet angehören. Häufig in den Polargebieten.
  • Flacheis level ice Eis mit ebener Oberfläche, das nie gepresst wurde. Typisch für Buchten, Golfe, Sunde, Inselgruppen, flaches Wasser, wo die Eisbildung ungestört ist.
  • Flankenvereisung ice apron Dünne Masse von Schnee und Eis, die eine Felswand bedeckt
  • Gezeitenriss tide track Riss zwischen Küstenfesteis und Eisfuss, durch die Gezeiten hervorgerufen. Typisch für Küsten mit Festeis
  • Glatteis glaze Im allgemeinen homogene und durchsichtige Ablagerung von Eis, das sich bildet beim Gefrieren von unterkühlten Nieseltropfen oder Regentropfen auf Gegenständen der Erdoberfläche, deren Temperatur unter oder nur wenig über 0°C liegt. Es kann sich auch bilden, wenn die Tropfen nicht unterkühlt sind, aber auf eine Oberfläche mit einer Temperatur on weniger als 0°C fallen.
  • Gletschereis glacier ice Jedes Eis, das von einem Gletscher stammt, sei es auf Land oder im Meere treibend.
  • Gletschereisberg glacier berg Eisberg, der von einem schwimmenden Gletscherende abgebrochen ist. Er ragt meist über 5m über den Meeresspiegel – schwimmend oder gestrandet.
  • Gletscherzunge glacier tongue Ausdehnung eines Gletschers seewärts und gewöhnlich schwimmend.
  • GrowlerEishümpel growler Kleiner als ein Eisbergstück, häufig grünlich, ragt nur wenig aus dem Wasser hervor, besteht aus Meer- und Gletschereis.
  • Grundeis anchor ice Am Boden befestigtes oder verankertes Eis, unabhängig von seiner Entstehungsart.
  • Hagel hail Niederschlag von kleinen Kugeln oder Stücken von Eis (Hagelkörner) mit einem Durchmesser von 5 bis 50mm, manchmal auch mehr, die entweder einzeln oder als unregelmässige Klumpen fallen.
  • Hügeleis siehe Packeis
  • Inlandeisdecke inland ice sheet Eine Eisdecke von beträchtlicher Mächtigkeit und mehr als 50’000 km2 Fläche, die auf Felsuntergrund liegt. Inlandeisdecken, die an der Küste liegen können in Schelfeis übergehen. 
  • Inseleis  Sonderform der Firnhaube. Isoliertes Vorkommen.
  • Jungeis young ice Frisch gebildetes, ebenes Eis, gewöhnlich Übergangsstadium von Eishaut oder Pfannkucheneis zu Wintereis. Dicke von 5 – 15cm. Kann in der Regel nicht betreten werden. Fahrten mit Hundeschlitten oder Landen von Flugzeugen ist gefährlich.
  • Junges Polareis young polar ice Eis, das im ersten Sommer des Bestehens nicht geschmolzen und in die zweite Wachstumsperiode getreten ist. Am Ende des zweiten Winters hat es eine Dicke von 2 und mehr Meter. Der Unterschied gegen ein Jahr altes Eis ist, dass der grössere Teil über Wasser ragt und Aufpressungen gerundeter sind.
  • Kalben calving Abbrechen eines Eisberges von einer Gletscherfront oder einer Schelfeistafel.
  • Kargletscher cirque glacier Ein Gletscher, der eine gerundete Nische ausfüllt, die er an einer Felswand selbst gebildet hat
  • Küstenfesteis shore ice Grundform des Festeises. An Küsten befestigt, in flachem Wasser bis zum Grund reichend. Bei Änderung der Meeresspiegels sind oft vertikale Schwankungen zu beobachten. Das Eis ist oft mehrere 100km breit.
  • Küstenrinne shore lead Rinne zwischen Treibeis und Küste oder Küstenfesteis
  • Lawine avalanche Schneemasse, die sich loslöst und einen Berghang herabrutscht. Sie vergrössert sich oft sehr stark durch frische Akkumulation während des Abstürzens.
  • Lawinenkesselgletscher Bei dieser Gletscherform liegt der Ursprungskessel nicht mehr im Nährgebiet. Die Gletscherspeisung erfolgt nur durch Lawinen. Bei grossen Niederschlagswerten in der Gipfelregion kommt es zur Ausbildung eines Talgletschers.
  • Meereis sea ice Alle Eisformen, die auf dem Meer schwimmen oder gestrandet sind, insbesondere Scholleneis oder Eisberge.
  • Moräne moraine Rücken oder Ablagerungen von Geröllen, die auf oder am Rande von Gletschern entstehen, die vom Eis transportiert sind. Die wichtigsten Formen sind: a) Grundmoräne – gebildet unter einer Eisdecke; b) Seitenmoräne – längs den Seiten eines Gletschers; c) Mittelmoräne – in der Mitte eines Gletschers; d) Endmoräne – am Gletscherende. Wenn der Gletscher zurückweicht, bleiben die Moränen liegen; aus ihnen kann auf frühere Gletscherstände geschlossen werden. 
  • Neueis new ice Allgemeine Bezeichnung für neugebildetes Eis, welches Kristalle, Eisschlamm, Eisbrei, Pfannkucheneis und Eishaut einschliesst
  • Neuschnee new snow  Eine junge Schneeablagerung, bei der die originale Form der Eiskristalle erhalten ist. Meteorologisch: der tägliche Schneefall, der morgens gemessen wird.
  • Nunatak nunatak Eine Felsspitze oder kleiner berg, der durch einen Gletscher oder eine Eisdecke hinausragt und von Eis umgeben ist.
  • Offener Eisrand open ice edge Nicht scharf ausgeprägter Rand eines Meeresgebietes lockeren Eises. In den meisten Fällen liegt er in Lee des Eisfeldes.
  • Packeis  Willkürlich übereinandergehäuftes Eis
  • Packeiswall  wenn mehrfach getaut haben sie eine geglättete Form.
  • PackeiswallAufgelaufener  Grounded hummock  Aufgelaufenes Eises kann einen einzelnen Packeiswall oder eine ganze Linie aufgelaufener Packeiswälle umfassen.
  • Pfannkucheneis pancake ice Neugebildete Eisstücke, gewöhnlich fast kreisförmig, von einem Durchmesser von etwa 30cm bis 3m. Als Folge des Aneinanderstossens der einzelnen Schollen durch Wind und Seegang ist der Rand erhöht.
  • Piedmontgletscher  siehe Vorlandgletscher
  • Polareis polar ice Ausserordentliches starkes Meereis, über 3m dick, in mehr als einem Winter gebildet, stark aufgepresst. Durch Verwitterung oft ebene Oberfläche.
  • Polares Küstenfesteis polar fast ice Festeis, entstanden durch Stranden und Zusammenfrieren von Polareis. Reicht gegen Winterende oft mehrere Dutzend km ins Meer hinaus.
  • Polynya polynya Gebiet offenen Wassers von Treibeis oder Festeis umschlossen, meist beständig und von länglicher Form
  • Presseis pressure ice Allgemeine Beschreibung für ein gepresstes oder aufgeschobenes Eis. Unterformen sind Schiebeeis, aufgepresstes Eis, Pressrücken.
  • Presseishügel hummock Übereinandergehäufte Eisblöcke auf sonst verhältnismässig ebener Eisoberfläche
  • Pressrücken pressure ridge Rücken von aufgepresstem Eis, in dem die Schollen übereinander gehäuft wurden.
  • Pulverschnee powder snow Eine dünne trockene Schneeoberfläche, die aus lockeren frischen Eiskristallen zusammengesetzt ist
  • Randkluft  siehe Bergschrund
  • Randspalte strand crack Eine Spalte an der Vereinigung von einer Inlandeisdecke, einem Eispiedmont oder einem Eisdom und einem Schelfeis, die entsteht, weil das letztere den Gezeiten ausgesetzt ist.
  • Raureif rime Eine Ablagerung von Eis, das aus Körnern besteht, die mehr oder weniger durch eingeschlossene Luft getrennt sind, manchmal mit kristallenen Abzweigungen, die durch schnelles Gefrieren von winzigen unterkühlten Tröpfchen entstehen.
  • Regenerierter Gletscher reconstructed glacier siehe Eislawine
  • RinneWake leadlane Befahrbare offene Wasserrinne im Treibeis
  • Rippelmarken ripple marks Eine Schneeoberfläche, die durch den Wind gewellt worden ist (wie auf Sand)
  • RissSpalte crack Riss im Meereis, der kleiner ist als eine Rinne. Ein Riss ist überspringbar
  • Sastrugi skavler Scharfe unregelmässige Rücken, die auf einer Schneeoberfläche durch Winderosion und Ablagerungen gebildet werden
  • Schelfeis ice shelf Eis mit ebener Oberfläche, das mehr als 2m über den Meeresspiegel ragt. Es bildet sich durch jährlichen Zuwachs von Firnschnee auf Bucht- oder schwimmendem Gletschereis.
  • Schiebeeis rafted ice Presseis, bebildet durch Aufschieben einer Scholle auf eine andere.
  • Schnee snow Niederschlag von Eiskristallen, von denen die meisten verzweigt sind (oft sternförmig). Manchmal sind verzweigte mit unverzweigten Kristallen gemischt. Bei Temperaturen von über -5°C sind die Kristalle meist zu Schneeflocken zusammengeballt.
  • Schneebarchan snow barchan Sichelförmige Schneedüne, deren Enden leewärts liegen.
  • Schneebrücke snow bridge Ein Schneebogen, der über eine Spalte geweht worden ist. Er bildet zunächst eine Wächte und schliesslich eine decke, die die Spaltenöffnung ganz verhüllen kann.
  • Schneedecke snow cover Zustand des Bodens, der teilweise (über 50%) oder ganz von Schnee bedeckt ist.
  • Schneedrift drifting snow Eine Anzahl von Schneepartikeln, die durch den Wind zu geringen Höhen über Grund aufgewirbelt werden. Die Sichtweite ist im allgemeinen nicht verringert. Die Bewegung der Schneepartikel ist mehr oder weniger parallel zur Oberfläche.
  • Schneeflecken snow patch Ein isoliertes Schneeareal, das über oder unter der regionalen Schneegrenze liegen kann und den Sommer überdauert, meist in Gestalt von Firn.
  • Schneegrenze snow line Die Linie oder Zone auf Land, welche die Region, in der der gefallene Schnee im Sommer verschwindet. Die Höhe der Schneegrenze ist abhängig von der Temperatur und der gefallenen Schneemenge.
  • Schneekruste snow crust Eine harte Schneeoberfläche, die auf einer weichen Schicht liegt. Die Kruste bildet sich durch Sonne, Regen oder Wind und ist entweder durchbrechbar oder nicht durchbrechbar.
  • Schneeschlamm snow slush Zähe Masse, die durch starken Schneefall im abgekühlten Wasser entsteht.
  • Schneetiefe depth of snow Der vertikale Abstand zwischen der Oberfläche einer Schneeschicht und dem Boden darunter unter der Annahme, das die Schicht gleichmässig verteilt ist, d.h. die mittlere (repräsentative) Schneetiefe für das Gebiet.
  • Schneetreiben blowing snow Eine Anzahl von Schneepartikeln, die durch den Wind zu mittleren oder grossen Höhen aufgewirbelt werden. Die horizontale Sichtweite ist im allgemeinen nur sehr gering. Die Schneepartikel werden fast stets durch den Wind stark durcheinandergewirbelt.
  • Schneewehe snow drift Eine Ansammlung von windverwehtem Schnee, die in Lee von Hindernissen angehäuft oder durch Windwirbel zusammengetragen wurde.
  • Spalte crevasse Eine Spalte in einem Gletscher. Tranversale Spalten entstehen, wenn der Gletscher über eine Stufe fliesst, longitudinale Spalten entstehen dort, wo das Eis sich seitlich ausdehnen kann. Spalten werden oft durch Schneebrücken verdeckt.
  • StreifenBand streamstripstring Langes schmales gebiet mit Treibeis, bis etwa 1km breit, gewöhnlich aus Bruchstücken zusammengesetzt, die sich von der Hauptmasse losgelöst haben und durch Wind, Strömung oder Seegangzusammengetrieben wurden.
  • Tafeleisberg tabular berg Oben flacher Eisberg mit horizontaler Firnschichtung, gewöhnlich von Schelfeis stammend.
  • Talgletscher valley glacier Ein Gletscher, der ein Tal herabfliesst.
  • TreibeisPackeis drift icepack ice Allgemeine Bezeichnungen für auf dem Meere schwimmendem Eis. Hinsichtlich der Dichte des Treibeises unterscheidet man: a) sehr dicht (very close) Eisbedeckung etwa 10/10, wenig offenes Wasser; b) dicht (close) Schollen berühren sich meist, Bedeckung 7/10 bis 9/10; c) locker (open) Schollen berühren sich selten, viele Rinnen und Stellen offenen Wassers, Bedeckung 4/10 bis 6/10; d) sehr locker (very open), mehr Wasser als Eis, Bedeckung 1/10 bis 3/10.
  • Trümmereis brash ice Anhäufung von kleinen Bruchstücken mit weniger als 2m Durchmesser. Trümmerform anderer Eisformen.
  • Tümpel pool Von Treibeis umschlossenes kleines Gebiet offenen Wassers.
  • Vereisung icing Die Akkumulation einer Eisablagerung auf exponierten Objekten, z.B. Flugzeugen, Schiffen, Instrumenten, Antennen und dergleichen; das Eis kann entweder dicht und klar (transparent) , oder weiss und undurchsichtig oder aber in Formen dazwischen sein. Die Vereisung entsteht entweder durch Ablagerung von Wasserdampf bei Frost (in diesem Falle sind die Mengen gewöhnlich nur gering und nur bei Flugzeugen von Bedeutung), oder durch Gefrieren von Wassertropfen, die in der Luft verteilt sind, beim Auffallen (z.B. unterkühlte Nebel, Wolkentröpfchen, unterkühltes Nieseln oder Regen, oder bei Schiffen Sprühtröpfchen von sich brechenden wellen)
  • Verwittertes Eis weathered ice Aufgepresstes Eis, das der Verwitterung unterliegt. Die Verwitterung bringt abgerundete Formen hervor. Bei länger anhaltender Verwitterung kann die Oberfläche eben werden.
  • Vorlandgletscher piedmont glacier Ein lobusförmiger Gletscher, der gebildet wird durch Zusammenfluss der unteren Enden von Talgletschern, die sich über niedrig liegendes Gelände am Gebirgsfuss ausbreiten. Eine Unterform ist der Eispiedmont (ice piedmont), eine Eismasse, die ein niedriges Küstenstück bedeckt, hinter welchem sich Gebirge erheben. Die Oberfläche eines Eispiedmonts senkt sich allmählich seewärts und kann zwischen 50m und 50km breit sein. An der Küste befinden sich Eiskliffs oder der Eispiedmont geht in Schelfeis über.
  • Wächte cornice Überhängende Anhäufung von Eis oder Windschnee am Rande eines Grates oder eines Kliffs
  • Wake  siehe Rinne
  • Wandvergletscherung  siehe Flankenvereisung
  • Whiteout whiteout  Ein Zustand, bei dem das Tageslicht durch mehrfache Reflexion zwischen einer Schneefläche und einer geschlossenen Wolkendecke zerstreut wird. Kontraste verschwinden, der Horizont und Schneebildungen werden unsichtbar.
  • Windloch blow hole Öffnung in einer Schneebrücke in eine Gletscherspalte oder ein Spaltensystem. der Luftstrom, der aus dem Loch durch den Oberflächenwind gezogen wird, verursacht leeseitig eine Schneewehe.
  • Wintereis winter ice Ungebrochenes ebenes Eis, das im Winter aus Jungeis entstanden ist. Dicke 15cm bis 2m. Sicher für Schlittenreisen. Unterteilung: mittelstarkes Wintereis (15-30cm) und starkes Wintereis (über 30cm)
  • Winterfesteis winter fast ice  Festeis in Fjorden, Buchten und Meeresstrassen, mit Wachstum hauptsächlich von Küsten aus, aber auch durch zusammenfrieren von Treibeis entstanden. Hebt und senkt sich mit den Gezeiten.
  • Zunge tongue  Bis mehrere Kilometer langer Vorsprung des Eisrandes von Meereis, durch Wind und Strömung entstanden. 

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