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1. Januar 2000 / PolarNEWS

Expeditionen von Norwegen

Norwegen

  • Norwegen 1948 : Ozeanographische Expedition im Bereich des Bellingshausen-Meeres. Landung auf der Peter-I.-Insel.
  • Norwegen 1951 : Erste internationale Expedition in die Antarktis: Norwegen-England-Schweden. Von Maudheim aus Erforschung des Westteils von Neu-Schwabenland (Dronning-Maud-Land). Erste seismische Eisdickenmessungen in der Antarktis. Fluggruppe mit K.Friis(Pilot), Jacobse
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    Norwegisch- Britisch-Schwedische Antarktisexpedition 1949-1952

    Die Idee für diese Expedition hatte 1945 der schwedische Glaziologe Prof. Dr . Hans W. Ahlmann, der den Gedanken einer internationalen Antarktisexpedition den Regierungen von Norwegen, Grossbritannien und Schweden vorlegte. 1948 war der Grundplan für die gemeinsame Expedition „N.B.S.X“ fertig. Als Expeditionsschiff wurde ein von Deutschen entwickelter kIeiner Eisbrecher, der in Torshavn als unfertiger Schiffsrumpf  lag, in Rendsburg in nur drei Monaten zu einem kombinierten Robbenfänger- und Expeditionsschiff umgebaut. Am 25.0ktober 1949 wurde die nur 592 BRT grosse „Norsel“  in Oslo übergeben. Am 20.November 1949 startete die Expedition in Oslo. Über Göteborg, London und Kapstadt ging es in die Antarktis. Dort  traf die „Norsel“ am 10. Februar 1950 am Kap Norvegia ein. In der Norselbucht wurde bei 71° 02,6’südlicher Breite und 100°55,5’westlicher Länge auf dem Schelfeis die Station Maudheim aufgebaut. Später kam noch 300 Kilometer landeinwärts die Station ,,Advanced Base“ hinzu. Als Expeditionsleiter war der Norweger John Giaever im Einsatz. Neben Hundeschlitten standen die „Weasels“, die Motorschlitten, als Transportmittel zur Verfügung. Englische und norwegische Flugzeuge wurden zu fotometrischen, kartographischen und Entdeckungsfügen eingesetzt. Neben meteorologischen Messungen standen glaziologische und seismische Untersuchungen auf dem Forschungsplan. Am 6.Januar 1951 kehrte die „Norsel“ zur Versorgung der Station zurück. Nach den geplanten Forschungsflügen verliess das Expeditionsschiff am 29.Januat wieder die Küste.
    Für die Expedition hatte die norwegische Postverwaltung einen Poststempel mit der Ortsbezeichnung „Dronning Maud Land / 710 03’S – 100 56’W“ mitgegeben . Es gab auch Einschreibezettel mit der Bezeichnung „DRONNING MAUD LAND“ . Es wurden nur Expeditionssonderumschläge zugelassen, die man für 2 Kronen einschliesslich Porto verkaufte. Der Expeditionspoststempel zeigt nur das Datum vom 10.2.51. Auf der Briefrückseite finden wir den Ankunftsstempel 10.Mai 1952. Es sollen nur 7042 Sonderumschläge befördert worden sein.
    Am 15.Januar 1952 holte die „Norsel“ die Expedition vom Königin-Maud-Land wieder ab. Am 9.Mai legte das Schiff wieder in Oslo an. Expeditionsleiter John Giaever hat die Expedition im Buch „Station im Eis“ in allen Einzelheiten beschrieben.

  • Norwegen 1957 : Einrichtung der norwegischen IGY-Station Norge an der Kronprinzessin-Märtha-Küste.
  • Norwegen 1958 : S.Helle Tottan Ablösung der Station Norge. Erforschung der Gebirge von Neu-Schwabenland östlich 3°E.
  • Norwegen 1959 : Ablösung der norwegischen Station Norge. Luftphotogrammetrische Kartierungsarbeiten in Neu-Schwabenland (B.Luncke).
    Norwegen 1960 : Übergabe der norwegischen Station Norge an Südafrika.
    Während des Internationalen Geophysikalischen Jahres beteiligte sich Norwegen 1959-60 auf der Norway-Station im Königin-Maud- Land bei 70 ° 30′ südlicher Breite und 02° 52′ westlicher Länge an den internationalen Forschungsaufgaben. Daran erinnert u.a. ein einzeiliger Stempel „NORWAY STATION“ .
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Norwegen (als Gastforscher)

  • 1969 : 1968-69 folgte eine weitere norwegische Expedition, die mit US- Flughilfe von McMurdo über den Südpol zum Königin-Maud-Land flog, wo eine Forschergruppe unter Thor S.Winsens 2 1/2 Monate forschte.
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  • 1971 : In der Saison 1970-71 erfolgte ein nochmaliger Besuch im Königin-Maud-Land auf ähnliche Weise durch eine sechsköpfige Forschergruppe unter Th.S.Winsens, .
  • 1975 : Im Rahmen des amerikanischen Antarktisforschungsprogramms wurde in der vergangenen Saison wieder eine norwegische Antarktisexpedition durchgeführt, die in den E1lsworth Mountains tätig war. Expeditionsleiter war Herr Thore S. Winsnes vom Norsk Polarinstitut. Vom 9.-20. Juni fand in Oslo die diesjährige Antarktiskonferenz statt, die sich hauptsächlich mit Fragen der Nutzung der in der Antarktis vermuteten Bodenschätzen befasste. Da im Antarktisvertrag weder die territorialen Besitzverhältnisse, noch die Frage der Ausbeutung der Rohstoffe verbind1tch geregelt sind, könnte dies zu späteren Konflikten führen. Eine internationale Regelung dieser Fragen scheint jedoch schon jetzt geboten, um spätere Konflikte zu vermeiden.
  • 1976 :
  • 1977 : Erst 1976 – 1977 tauchten die Norweger wieder in der Antarktis auf.Mit dem Eisbrecher „Polarsirkel“ fuhren 24 Polarforscher unter Dr. O. Orheim in die Antarktis, um auf dem Larsen-Schelfeis und im Westfella-Gebirge sowie in der Weddellsee zu forschen. Anschliessend wurde die Bouvet- Insel besucht.
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  • 1979 : Die folgende Expedition 1978-79 richtete mit der „Polarsirkel“ auf der Bouvet- -Insel eine bemannte Forschungsstation für zwei Monate Dauer ein.Weiterhin wurde in der Weddell- See und im Königin-Maud- Land geforscht.Anfang Dezember 1984 ist die bisher grösste norwegische Antarktisexpedition mit insgesamt 76 Teilnehmern, darunter 27 Wissenschaftler von 15 Forschungsinstitutionen, an Bord des Spezialschiffes KIV. „Andenes“ zu einer vier Monate dauernden Expedition in die Antarktis aufgebrochen. Das Meeresforschungsprogramm umfasst geologische untersuchungen des antarktischen Festlandsockels sowie geophysikalische und ozeanographische Studien im südlichen Weddellmeer. Dabei werden auch Eisberge untersucht. Die an Land tätigen Expeditionsgruppen beschäftigen sich mit geologischen und ornithologischen Forschungsaufgaben nahe der Eisbarrieren des Gjelsvikgebirges und des Westheimefrontgebirges.
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  • 1985 : Das Hauptinterasse der norwegischen Glaziologen gilt der Dynamik des Antarktiseises um die Felskämme. Koordinator aller Forschungen ist das „Norsk Polarinstitutt“ in Oslo.
  • 1987 : Das norwegische Schiff „Aurora“ führte eine Fahrt für das norwegische Polarinstitut zur Peter-I. Insel durch. Ab Ende Januar 1987 weilten vier Forscher des Polarinstitutes und der Universität Oslo während elf Tagen auf der Insel. Es wurde auch eine automatische Wetterstation errichtet.
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  • 1990 :Anfang Dezember 1989 verliess die norwegische Antarktisexpedition 1989-90 mit dem eisgängigen Küstenwachtschiff KV.“Andenes“ den Osloer Hafen. Das norwegische Polarinstitut entsandte 80 Teilnehmer,davon waren 45 Wissenschaftler. Am Jutulsessen (Gjelsvikgebirge) im Köuigin-Maud-Land entstand eine feste Überwinterungsstation. Sie liegt in 1100 Meter Höhe und in einem Abstand von 220 km von der Küste. Die vorgefertigten Bauteile mussten mit Raupenfahrzeugen herantransportiert werden. Am 1.Februar 1990 konnte die norwegische3 Station eröffnet werden. Die Landaktivitäten von NARE 1989-90 verteilten sich auf die Wissenschaftsgebiete Biologie, Klimaforschung, Ozonforschung, Glaziologie, Geologie und topographische Kartierung.
    In den Weihnachtstagen 1989 ankerte das Polarschiff „Aurora“ der norwegischen Meteorologin und Glaziologin Monica Christen sen vor der im Südatlantik liegenden Bouvet-Insel. Anlass war der 250.Jahrestag der Entdeckung der 59 km2 grossen Insel durch den französischen Seeoffizier Bouvet de Lozier (1705-1786), der im Jahre 1739 diese Insel entdeckte.  An der Jubiläumsexpedition nahmen Wissenschaftler der Osloer Universität, des norwegischen Polarinstitutes und der Universität Trondheim, Amateurfunker und Kameraleute des Nord Norsk Filmsenter zeil. Die Biologen studierten den Bestand der Pelz-und Elefantenrobben sowie die Pinguine. Es wurde eine Wetterstation errichtet. Die mitreisenden Amateurfunker stellten viele Verbindungen in alle Welt her. Das Filmteam drehte einen Dokumentarstreifen über die 1000 Meter hohe vergletscherte Vulkaninsel.
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  • 2000 : Skandinavische Antarktisexpedition 1999-2000 In der letztjährigen Antarktissaison 1999-2000 führten die Länder Finnland, Norwegen und Schweden eine gemeinsame Expedition im Dronning Maud Land durch. Als Expeditionsschiff wurde das russische Polarschiff ,Akademik Fjodorov‘ gechartert. Das russische Schiff nahm Anfang November 1999 in Bremerhaven Expeditionsgüter für die gemeinsame Expedition an Bord. Ende November legte die .Akademik Fjodorov‘ in Kapstadt (Südafrika) an, um die Expeditionsteilnehmer der drei skandinavischen Länder aufzunehmen. Norwegen In der Zeit zwischen dem 9. und 13. Dezember ankerte das Schiff an der Küste vor der norwegischen Station Troll, wo die Norweger mit einem Helikopterflug von Bord gingen. Die Station Troll liegt auf einer Position von 72° 01 ‚Süd und 02° 32’Ost im Dronning Maud Land. Das ist etwa 220 Kilometer von der Küste entfernt, wo mehrere Hütten stehen.Mit dem Wissenschaftlerteam waren die Teilnehmer einer norwegischen Südpolexpedition angereist: Dr. Gunnar Börre Thoresen (Arzt), Frode Nedrebö (Mechaniker), Rolf Bae und Eirik Sönneland (beide Skiläufer zum Südpol). Diese Gruppe überwinterte auf der Trollstation. Das war die erste Überwinterung auf ,Troll“. Ende Oktober 2000 starteten Rolf Boe und Eirik Sönneland zum Südpol. Am 27. Januar 2000 wurden die norwegischen Forscher von der ,Akademik Fjodorov“ wieder abgeholt.
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