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1. Januar 2000 / PolarNEWS

Meereis

Meereis : Der Einfluss des See-Eis auf die Luft- und Wasserströmungen ist enorm:

— Begrenzung der Wärmemenge, die an die Atmosphäre abgegeben wird

— Reduzierung der Strahlungsmenge, die absorbiert wird

— 1/15 der Weltmeere sind mit Eis bedeckt

Der Zyklus von Wachsen und Schmelzen wiederholt sich jedes Jahr: das Minimum im Februar mit 4 Mio km2 – das Maximum im September mit über 20 Mio km2. Das Eis beginnnt sich ab Ende des Südsommer um ca 4,5 km pro Tag – entspricht enier Fläche von 100’000km2.

Man kennt zwei Vorstufen zum See-Eis – der geschlossenen Eisdecke:

Eisschlamm und Eisbrei : Das Meerwasser beginnt bei minus 1,8° C zu frieren.Es gilden sich zuerst kleine sechseckige Kristalle auf der Wasseroberfläche In ruhigen Gewässern sich lange Nadeln und man nennt dies Eisschlamm. Bei unruhiger Wasseroberfläche oder bei offener See bildet sich unterhalb der Wasseroberfläche ein Eisbrei. Die Vereisung des Meeres beginnt mit dieser Durchmischung von Eisschlamm und Eisbrei.

Pfannkucheneis :  In einer späteren Phase bilden sich Eisschollen. Durch Wind- und Wasserbewegung zerbrechen diese immer wieder und reiben sich so gegenseitig rund. Die Ränder werden durch dieses zusammenstossen hochgedrückt wie bei den Blättern von Seerosen. Diese Art Eis nennt man nun Pfannkucheneis. Unten werden diese Eisschollen durch weitere Schichten von Eisbrei  und oben durch den gefallenen Schnee verfestigt.

Treibeis oder Packeis : Es setzt sich aus Eisschollen unterschiedlicher Grösse (wenige Meter bis mehrere Dutzend Kilometer Durchmesser) und Mächtigkeit (im Sommer wenige Dezimeter bis 3 Meter, im Winter bis zu 6 Meter) zusammen. Im Gegensatz zum Festeis befindet sich das Packeis in dauernder Bewegung. Als Packeisgrenze wird dabei die Grenze zwischen den zusammengeschobenen Meereisschollen und dem offenen Ozean definiert. Sie wird nicht nur durch die Temperatur, sondern auch durch die Strömungs- und Windbedingungen bestimmt. So ist sie beispielsweise in Jahren mit kräftig ausgebildeter Westwinddrift deutlich geringer.

Eis und Schnee bedecken einen beträchtlichen Teil der Erdoberfläche und beeinflussen dadurch stark das Weltklima. Im Winter bedeckt das antarktische Packeis ein Gebiet, das grösser ist als das der Vereinig-ten Staaten. Wegen Wind oder Meeresströmungen sind diese Eisflächen in ständiger Bewegung. Sie wirken wie ein isolierender Mantel, der den Wärmeaustausch zwischen Atmosphäre und dem Ozean regelt. Dies hat eine grosse, aber noch kaum erfasste Auswirkung auf das Weltklima. Bis zum Aufkommen von Satellitenbeobachtungen konnten jahreszeitliche und jährliche Veränderungen nicht genau vermessen werden. Erste Wettersatelliten brachten erkennbare Bilder vom Packeis. Diese Bilder waren in ihrer Aussage durch Wolkenfelder und Sonnenstand stark eingeschränkt. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen wurden Sensoren
entwickelt, die Mikrowellen von der Erdoberfläche aufzeichnen konnten. Diese Strahlung erfolgt Tag und Nacht und wird durch Wolken nicht abgeschwächt. Es gibt genaue Unterschiede in der Mikrowellenstrahlungsintensität von Wasser und Packeis, so dass zwischen den beiden genau unterschieden werden kann. In Gebieten, in denen Eisschollen das Wasser nicht vollständig bedecken, kann das Verhältnis Eis zu Wasser bestimmt werden. Mikrowellensensoren sind seit 1973 auf Umlaufbahnen und nehmen die gesamte Erde alle paar Tage auf.


Rund um die Antarktis vereist jedes Jahr das Meer. In diesem Meereis wird geforscht

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