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1. Januar 2000 / PolarNEWS

Ökologie

Wissenschaft von den wechselseitigen Beziehungen zwischen Lebewesen und ihrer Umwelt. Diese Wechselwirkungen umfassen sowohl die Interaktionen unter den verschiedenen Organismen, als auch die Einwirkungen der unbelebten Umweltfaktoren (Ökofaktoren) auf die Organismen. Gegenstand der Ökologie ist somit der Stoff- und Energiehaushalt des bewohnbaren Teils des Planeten Erde, der Biosphäre. Die Modellvorstellung dieses Wirkungsgefüges beruht auf dem Ökosystem und dessen räumlicher Abbildung als Ökotop. Trotz einigen frühen quantitativen Ansätzen war die Ökologie lange Zeit eine überwiegend beschreibende, qualitativ arbeitende Disziplin im Sinne einer »allgemeinen Naturgeschichte«.
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Vor allem die Arbeiten der amerikanischen Brüder Odum, die 1969 in der Theorie der Sukzession von Ökosystemen gipfelten, konkretisierten durch quantitative und kausale Betrachtungen die Vorstellungen über Stabilität und Labilität von Ökosystemen. Gleichzeitig wurden auch in der Ökologie Experimente in Freiland und Labor als wichtige Komponenten der Untersuchung einbezogen. Die klassische Betrachtungsweise untergliedert das Gesamtgebiet der Ökologie nach der Grössenordnung der betrachteten Systeme in die Ökologie des Individuums , die Ökologie der Populationen  und die Ökologie der Ökosysteme . Inhaltliche Gliederungen sind aber auch nach abiotischen und biotischen Schwerpunkten (Geoökologie, Bioökologie), nach den Lebensbereichen (terrestrische Ökosysteme, limnische Ökosysteme, marine Ökosysteme) und nach den Organsimenreichen (mikrobielle Ökologie, Pflanzenökologie, Tierökologie) möglich. Als multidisziplinäre Wissenschaft hat die Ökologie eine Reihe eigener Zweige entwickelt, bis hin zur immer stärker werdenden Einbeziehung von Geistes- und Sozialwissenschaften (Humanökologie).
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Auch Praxisbereiche wie die Raumplanung oder die Stadtplanung wenden sich zunehmend ökologischen Ansätzen zu (ökologische Planung, Theorie der differenzierten Bodennutzung). Die zunehmende öffentliche Wahrnehmung und Sensibilisierung hinsichtlich der Begrenztheit der globalen Ressourcen und der Gefahren durch die Umweltverschmutzung hat seit Anfang der 1970er Jahre zu einer beispiellosen Bekanntheit des Begriffes Ökologie geführt. Ökologie gilt heute umgangssprachlich als Synonym des Guten und Schönen.

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