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1. Januar 2000 / PolarNEWS

Polarphilatelie der Antarktis

Früher hatte eine Poststelle in der Antarktis hoheitliche Aufgaben, und mit der Poststelle wurde Interesse an und Präsenz in der Antarktis markiert.  Es war aber auch die einzige kostengünstige Verbindung für Forscher und Logistikpersonal, weil die Radioverbindungen vorrangig für die Übermittlung von wissenschaftlichen Daten gebraucht wurden. 

Definition

Der Begriff „Polarphilatelie“ wird so definiert :

„Polarphilatelie ist das Sammeln und Erforschen von Postwertzeichen, Stempeln, Briefen und anderen postalischen Belegen, die sich mit der Forschung in den Polargebieten beschäftigen bzw. deren Ursprung in den Polargebieten liegt.“

Das Gebiet umfasst also Arktis und Antarktis. Die meisten grenzen das Sammelgebiet weiter ein. Die Polarphilatelisten sind im deutschsprachigen Raum in einer Arbeitsgemeinschaft und einem Verein organisiert.  

Arbeitsgemeinschaft Polarphilatelie e.V.  

Polarpost- Sammlerverein Bielefeld e.V

Aus den bisherigen Reaktionen und den Statistiken der besuchten Webseiten ist klar, dass  fast alle Besucher nicht wegen der Philatelie diese Webseiten aufsuchen. Es sind dies vielmehr Interesse (oder Thema in der Schule) an Erdkunde, Tierwelt, Naturschutz usw. 

Es wurden bei den Bilddarstellungen aber bewusst Briefmarken, Briefstücke, Poststempel oder Cachets (=Nebenstempel auf den Briefen)  eingestreut. Damit soll gezeigt werden, wie interessant Philatelie sein kann und man sich so nebenbei Wissen aneignen kann. 

Postwertzeichen

Die im Gebiet der Antarktis gebrauchten Postwertzeichen lassen sich wie folgt unterteilen:

Briefmarkengebiete der Antarktis

  • Falkland Islands Dependencies (FID)
  • South Georgia and South Sandwich
  • British Antarctic Territory (BAT)
  • Französische Antarktis (TAAF) – inkl. südl. Gebiete Indischer Ozean
  • Australian Antarctic Territory (AAT)
  • Ross Dependency (neuseeländische Antarktis)
  • Einzelausgaben: Bouvet / Norwegen und Neuseeland Überdrucke

Motivmarken zum Thema Antarktis

besonders zu erwähnen sind Motivmarken von Ländern, die eigene Stationen in der Antarktis unterhalten oder wenigstens assoziierte Mitglieder des Antarktisvertrages sind.


Ganzsachen

Die ehemalige Sowjetunion gab zu den verschiedensten Anlässen vorfrankierte Umschläge und Karten heraus und die meisten von Ihnen galten der ersten Gewichtsstufe eines Inlandbriefes.

Nachfolgend sind die Ganzsachen zum Thema Antarktis zusammengetragen – einige davon haben das Thema Polar allgemein. Die Datumsangabe ist das Druckdatum

Diese Ganzsachen werden in einem eigen Unterverzeichnis gezeigt – (event lange Ladezeiten ! )

Einschreibebriefe (R-Briefe)

Gewisse Länder schliessen diese Art Briefe in der Antarktis aus, so u.a. die USA


Poststempel

Man unterscheidet zwischen Stationspoststempeln, Schiffspoststempeln und Motivpoststempeln.

Einige Länder haben nie einen Poststempel auf einer Polarstation eingesetzt – dafür aber einen Schiffspoststempel auf dem Versorgungsschiff. Zu diesen Ländern gehört auch Deutschland mit dem Schiffspoststempel auf der Polarstern.

Andere Länder wie Südafrika oder Neuseeland hatten früher einen Poststempel in der Antarktis, zogen ihn aber zurück und stempeln jetzt die Post aus der Antarktis im Heimatland – auch vor der Antarktis macht das „Poststellensterben“ nicht Halt.


Fehlstempelung und manuelle Änderung des Datums

Dienstbriefe

Dienstbriefe sind Portofreiheitsbriefe. doch jene die tatsächlich für dienstliche Zwecke gebraucht wurden sind rar. Vielfach wurden sie vom Stationspersonal benutzt und frankiert oder als philatelistische Briefe versandt und ebenfalls frankiert. 

Die USA verbot unter Strafandrohung, ungebrauchte Dienstbriefe an Dritte abzugeben.  

Dienstbriefe kennen wir insbesondere von der ehemaligen Sowjetunion, der DDR und von Polen.

Dienstbriefe SAE

Die Dienstbriefe der Sowjetischen Antarktis Expedition (=SAE) wurden vom AANII in Leningrad aufgelegt Jedes Jahr wurden ein oder mehrere Umschläge in einer ganz bestimmten Auflage herausgegeben. Die jährlichen Expeditionen sind mit 1 bis 37 durchnummeriert.  

Die Nummerierung wurde nach dem Ende der Sowjetunion weitergeführt, dann aber unter der Bezeichnung Russische Antarktis Expedition.  (=RAE) 

Für die SAE 2 bis 5 und SAE 8 bis 10 gab es keine Dienstbriefe.


Brief SAE 12 von Austauschwissenschaftler Astakhov

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