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1. Januar 2000 / PolarNEWS

Transportmittel in der Antarktis

Die Logistik ist in der Antarktis schon „das zentrale Thema“. Dies musste 1911 bereits Robert F. Scott erfahren, als er damals mit dem Pony auf das „falsche Pferd“ setzte – während Amundsen die Bezwingung des Südpols seinen Schlittenhunden verdankte.

Inzwischen sind aber wegen der Gefahr der Übertragung von Krankheiten auf die einheimische Tierwelt auch die Schlittenhunde aus der Antarktis verbannt. So bleiben ausser der menschlichen Fortbewegung nur noch:

  • Raupenfahrzeuge als Fortbewegung auf dem Boden
  • Hubschrauber und Kleinflugzeuge mit Kufen auf dem Luftweg innerhalb der Antarktis
  • Grossflugzeuge für die Versorgung von Stationen – während des antarktischen Winters oder bei Unzugänglichkeit gibt es auch den Fallschirmabwurf
  • Grosse Transportmengen (Treibstoffversorgung, Aufbau/ Umbau von Stationen) gerade für Stationen in Küstennähe werden auch heute noch per Schiff (Eisbrecher) gemacht. Der Zugang beschränkt sich allerdings auf die Zeit des antarktischen Sommers.
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Schlittenhunde

Die letzten britischen Huskies in der Antarktis:Die letzten 14 Huskies verliessen die britische Station Rothera am 22. Februar 1994 – sie mussten die Antarktis verlassen, weil Schlittenhunde in der Antarktis nicht mehr zugelassen sind. Diese Hunde wurden 1946 in die Antarktis gebracht und seither wurden sie dort geboren und starben auch dort – sie passten sich ganz der Antarktis an. Nach der Überführung der Hunde nach Nordkanada wurden die Opfer von Infektionskrankheiten, weil sie in der Antarktis keine Widerstandskraft entwickeln konnten. Sie starben innerhalb weniger Tage. Seither werden in der Antarktis die Überland-Forschungsfahrten mit Diesel-Fahrzeugen durchgeführt.
tt-endhuskies


Foto von einem Hund zu Beginn des 20.Jahrhunderts. Bemerkenswert- der Hund hat keinen Schwanz (wahrscheinlich kupiert)


Cachet von der neuseeländischen Station Vanda mit Schlittenhund

Fahrzeuge         

Luftkissenfahrzeuge

Zuerst experimentierten die Japaner mit Luftkissenfahrzeugen in der Nähe ihrer Syowa Station. Im Januar 1988 benutzten es die Amerikaner für Transporte über das Ross Schelfeis. Eine Transportzeit von 3 Stunden konnte so auf 45 Minuten verkürzt werden. Es handelte sich um Husky 1500 ACV, welche 14 Personen mit einer Geschwindigkeit 55km/h befördern konnten. Die Fahrzeuge können auch bei starkem Gegenwind eingesetzt werden.
Ballone

Der erste Mensch, welcher die Antarktis von einem Ballon aus betrachtete war Robert Scott am 4.Febr. 1902. Sein Ballon „Eva“ stieg über der Bay of Whales bis zu einer Höhe von 230m auf. Auf der Discovery waren sechs grosse Gastanks, um den Ballon mit 230m3 Gas zu füllen.  Sie bereiteten sich in Aldershot / England auf diese Aufgabe vor.

Von Drygalski benutzte auf seiner Expedition einen Ballon fast zur selben Zeit.

Finn Ronne benutzte einen Ballon in den 40er Jahren.

Am 8. Januar 1988 startete das „Supernova Observer Project“ – ein Heliumballon hob von Williams Field, nahe der Mc Murdo Station ab und erreichte eine Höhe von 34’000m . Er landete in der Nähe der Vostok Station.

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