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30. September 2005 / PolarNEWS

– 2005 – 09 Südpol Tourismus

19.09.2005 : Südpol-Tourismus: Lockruf des ewigen Eises

Pinguine, Albatrosse und ganz viel blau schillerndes Eis – immer mehr Touristen wollen auf den Spuren von Scott und Amundsen wandeln und die Antarktis besuchen. Polarforscher erwägen, ob der Tourismus staatlich reguliert werden muss.
Die Zahl der Touristen in der Antarktis nimmt beständig zu: Während in der Saison 2001/2002 rund 15.600 Reisende den Südpol erkundeten, waren es 2003/2004 mehr als 27.500. Das berichteten Polarforscher von der neuseeländischen University of Canterbury auf der 22. Internationalen Polartagung, die am Montag in Jena begonnen hat. Derzeit werde darüber debattiert, ob der Tourismus zum Naturparadies am Südpol staatlich reguliert werden sollte. In Jena treffen sich in dieser Woche 220 Polarforscher aus 18 Ländern.
Die meisten Südpol-Touristen kämen aus Deutschland, England, der Schweiz und den USA, sagte Hans-Ulrich Peter, Ökologe an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. „Die Touristenschiffe fahren an der Antarktis von einer Stelle zur anderen, und die Passagiere gehen jeweils ein, zwei, drei Stunden an Land.“
Die empfindliche Pflanzen- und Tierwelt auf dem eisigen Kontinent habe sich laut Peter durch den Tourismus bereits ein wenig verändert, obwohl die Reisenden bei ihren Landgängen von Naturexperten begleitet würden. Der Jenaer Wissenschaftler beschäftigt sich in einem internationalen Team mit der Frage, wie Forschung und Tourismus in der Antarktis so organisiert werden können, dass die empfindliche Tierwelt und die Vegetation weniger gestört werden.

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