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30. August 2008 / PolarNEWS

– 2008 – 08 See-Elefanten unterstützen Forscher

13.08.2008 : See-Elefanten unterstützen Forscher

Wissenschaftler setzen in der Antarktis See-Elefanten ein, um sich ein Bild von den Auswirkungen des Klimawandels unter der Eisdecke zu machen. Die bis zu drei Tonnen schweren Meerestiere werden mit Sensoren ausgestattet, die ihre Daten nach dem Auftauchen an Satelliten weitergeben, sagte Steve Rintoul vom australischen Forschungszentrum für Klima und Ökosystem der Antarktis. „Sie haben es für uns erstmals möglich gemacht, grosse Gebiete des Ozeans unter dem See-Eis im Winter zu beobachten,“ erklärte Rintoul.
Klimaerwärmung: Polarregionen verändern sich schneller
Die Polarregionen spielen eine zentrale Rolle im Klimasystem und verändern sich durch die Erderwärmung schneller als andere Orte auf der Erde. Ihre Beobachtung lässt Rückschlüsse auf die Entwicklung in anderen Regionen zu. Wenn es weniger die Sonnenstrahlen reflektierendes See-Eis gebe, „neigt die Erde dazu, mehr Energie aufzunehmen und sich aufzuwärmen“, sagte Rintoul.
30 Mal mehr Daten als bei anderen Methoden
Die Sensoren der See-Elefanten, die pro Tag bis zu 65 Kilometer zurücklegen, messen demnach Temperatur, Salzgehalt und Tiefe. Das lässt auch Rückschlüsse auf die Eisdicke zu. Damit sei die verfügbare Datenausbeute gegenüber herkömmlichen Beobachtungsmethoden per Satellit oder Schiff um das 30-fache erhöht worden.

 

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