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30. September 2008 / PolarNEWS

– 2008 – 09 Neue CN-Polarstation

04.09.2008 : [CN] China richtet Polarstation im kältesten Teil des Südpols ein

China will in zwei Jahren auf dem höchsten Plateau der Antarktis eine Forschungsstation einrichten.
Wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, soll die Station im kältesten Teil des Südpols, etwa 1200 Kilometer von der Küste entfernt, errichtet werden. Dort ist es mitunter minus 90 Grad Celsius kalt.
Gegenwärtig unterhalten nur Russland, die USA, Japan, Frankreich, Italien und Deutschland Forschungsstationen im Inland.

12.09.2008 Fossilienfund: Riesensalamander mit mächtigen Zähnen entdeckt

Fünf Meter lang war der Salamander, dessen Fossilien Paläontologen jetzt in der Antarktis gefunden haben. Das vor 240 Millionen Jahren lebende Tier konnte mit seinen Riesenzähnen grosse Beutetiere erlegen, glauben die Forscher.
Der Schädel war lang, breit und etwas flacher als der von Krokodilen. Was die Körperlänge betrifft, hätte es der längst ausgestorbene Riesensalamander leicht mit heute lebenden Panzerechsen aufnehmen können. Knapp fünf Meter erreichte das Tier mit dem wissenschaftlichen Namen Kryostega collinsoni, selbst am Gaumen sassen riesige Zähne.
Entdeckt wurden die versteinerten Knochen des Tieres in der Antarktis. Die salamanderähnlichen Lebewesen waren wohl Raubtiere, die grosse Beutetiere erlegten, wie die Wissenschaftler um Christian Sidor von der University of Washington in Seattle vermuten. Die Art lebte vor rund 240 Millionen Jahren, schreiben die Forscher im Fachmagazin „Journal of Vertebrate Paleontology“ (Bd. 28).
Der Kryostega ist mit den heutigen Salamandern und Fröschen verwandt. Mit Fischen und Amphibien vergleichbare Strukturen an den Knochenresten des Kopfes weisen darauf hin, dass es sich um ein Wassertier handelte. Von der Grösse eines erhaltenen Nasenlochs schlossen die Forscher auf die Proportionen des Kopfes, der demnach ungefähr 80 Zentimeter lang und etwa 60 Zentimeter breit gewesen sein muss.
William Hammer, einer der beteiligten Paläontologen, hatte das Fossil in einer Fremouw-Formation genannten Erdschicht entdeckt. Zu Lebzeiten des Kryostega war das Fundgebiet als Teil des Urkontinents Pangäa noch eng mit dem heutigen Südafrika verbunden und beherbergte dieselben Tierarten. Erst später kam es zu einer Trennung der Kontinente und damit zu einer unterschiedlichen Entwicklung der Arten. Vor etwa 190 Millionen Jahren, im frühen Jura, entstanden dann die ersten Dinosaurier in der heutigen Antarktis.

26.09.2008 Internetanschluss für die Südpolstation

Als einer der letzten ständig bewohnten Flecken der Erde soll der Südpol an Internet und Telefonnetz angeschlossen werden. Doch die Leitung muss extreme Belastungen aushalten.Bisher können Forscher in der Amundsen-Scott-Station ­ derzeit halten sich dort 51 Gelehrte und Techniker auf ­ mit dem Rest der Welt nur unter grossen Mühen kommunizieren. Von Nachrichtensatelliten werden sie jeden Tag nur acht Stunden lang überstrichen ­ den Rest der Zeit herrscht Funkpause am Pol. Jetzt verspricht die amerikanische National Science Foundation Abhilfe. Gegenwärtig lässt die US-Forschungsinstitution prüfen, wie sich eine Standleitung zum Südpol bauen lässt. Das Glasfaserkabel muss über einen wandernden Eispanzer verlegt werden und Temperaturen von minus 50 Grad Celsius aushalten. Die 250 Millionen Euro teure Strippe soll nach derzeitigen Plänen 1670 Kilometer lang werden und in der Concordia-Station der Franzosen und Italiener enden. Die liegt so weit nördlich, dass sie rund um die Uhr von Nachrichtensatelliten überflogen wird. Deshalb könnten die Botschaften vom Südpol von dort aus dann in die Welt gefunkt werden.

 

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