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1. Januar 2000 / PolarNEWS

1921-22 GB Shackleton

Shackletons letzte Expedition :Shackleton startete zu seiner dritten Expedition im September 1921. Sie lief unter dem Namen Quest-Expedition (offizieller Name: Shackleton-Rowett-Expedition 1921–1922).

Es war eine Forschungsreise in die Antarktis und zugleich die letzte Expedition des Polarforschers Ernest Shackleton. Die von dem englischen Geschäftsmann John Quiller Rowett finanzierte Entdeckungsfahrt ist nach dem Forschungsschiff Quest benannt. Als Ziel nannte er die Umrundung des antarktischen Kontinents und die Suche nach „verschollenen“ subantarktischen Inseln – nach den Worten Shackletons sollte es eine „ozeanographische und sub-antarktische Expedition“ werden.

Er konnte aber die Expedition nicht mehr selber durchführen, denn bereits bei Erreichen des ersten Etappenziels in South Georgia verstarb er am 5.1.1922 an den Folgen eines Herzanfalls.

Unter der Leitung von Shackletons Stellvertreter Frank Wild wurde die Expedition mit einem verkürzten Programm fortgesetzt. Das Schiff „Quest“  erwies sich jedoch aufgrund seiner geringen Grösse und der schwachen Motorisierung als ungeeignet, um weit in das antarktische Packeis vorzustossen. Deshalb wurde zuerst Kurs auf Elephant-Island genommen, wo sechs Jahre zuvor 21 Teilnehmer von Shackleton’s  „Endurance-Expedition“ mehrere Monate auf ihre Rettung  gewartet hatten. Die südlichste Position wurde mit (53°Ost-67°Süd) erreicht – im April kehrte Wild nach South Georgia  zurück und segelte von dort nach Kapstadt. Unterwegs wurden Gough Island und Tristan da Cunha besucht. Dort erreichte Wild und die anderen Expeditionsteilnehmer die Order von Rowett, die Expedition abzubrechen und nach England zurückzukehren.

Der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn ist kaum erwähnenswert – aber sie hat eine historische Bedeutung : sie ist der Abschluss  des „Goldenen Zeitalters der Antarktis-Expeditionen“ und der Übergang zu einer technischen Epoche antarktischer Forschungsreisen.

Shackletons Tod

Am 17. Dezember 1921, einen Tag vor der Abreise aus Rio, erkrankte Shackleton ernsthaft. Der Schiffsarzt  A. Macklin hatte die Nachricht von einem Hafenarbeiter erhalten, Shackleton habe einen Herzinfarkt erlitten.  Eine eingehende Untersuchung und Behandlung durch Macklin lehnte Shackleton ab und sagte am nächsten Tag, dass er sich wieder wohler fühle. Entgegen seiner sonstigen Haltung trank er bei der Überfahrt nach Grytviken jeden Morgen Alkohol, um die Schmerzen zu betäuben. Es gab aber auch technische Probleme mit  dem Dampfkessel des Schiffes und die vorbereitete Weihnachtsfeier musste wegen eines Sturms ausfallen.  Als am Neujahrstag 1922 der Sturm abflaute, notierte er in sein Tagebuch: „Ruhig und mild nach dem Sturm. Das neue Jahr hat freundlich für uns begonnen.“  Am 4. Januar kam die Küste Südgeorgiens in Sicht und die Quest ging noch am selben Tag im Hafen von Grytviken vor Anker.

Nach einem Besuch der örtlichen Walfangstation kehrte Shackleton offenbar erholt an Bord zurück und gab Frank Wild die Order, die ausgefallene Weihnachtsfeier am nächsten Tag nachzuholen.

Kurz nach 2 Uhr am Morgen des 5. Januar 1922 wurde der Schiffsarzt A. Macklin in Shackletons Kabine gerufen. Nach Macklins  Aussage habe Shackleton über Schmerzen in Rücken und Gesicht geklagt und nach Schmerzmitteln verlangt. Kurz darauf habe Shackleton einen schweren Herzinfarkt erlitten und sei sofort verstorben.

Am späteren Morgen verständigte Frank Wild die durch die Nachricht schockierte Mannschaft mit den knappen Worten: „Sir Ernest Shackleton ist heute früh am Morgen gestorben. Die Expedition wird fortgesetzt. Das ist alles.“

Der Leichnam wurde in Grytviken für den Transport nach England einbalsamiert und der Sarg war bereits auf dem Weg nach Montevideo. Dort erreichte die Begleiter die Bitte von Shackleton’s Witwe, ihren Mann in Südgeorgien zu bestatten. Daraufhin  kehrten sie mit dem Sarg nach Grytviken zurück, wo Shackleton am 5. März nach einer kurzen Andacht in der örtlichen lutherischen Kirche auf dem benachbarten Friedhof beigesetzt wurde. Das Grab schmückte zunächst ein einfaches Holzkreuz, das sechs Jahre später durch eine Granitstele ersetzt wurde.[

 

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