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1. Januar 2000 / PolarNEWS

CRP Antarctic Drilling Cape Roberts Project

CRP ,,Antarctic Drilling Cape Roberts Project“
Schon im Oktober 1996 waren erste Bohrungen am „Antarctic Drilling Cape Roberts Project“ am Cape Roberts am Westufer des Rossmeeres geplant. Doch schon damals musste der Bohrbeginn um ein Jahr verschoben werden. Bei diesem internationalen Projekt, welches Peter Barrett aus Neuseeland leitet, bohren Wissenschaftler aus Australien, Deutschland, Grossbritannien, Italien, Neuseeland und den USA in den Meeresboden, um neue Aufschlüsse über die frühe Geschichte des Südkontinents zu erhalten. Den Geowissenschaftlem dienen die gewonnenen Bohrkerne gleichsam als klimatisches Geschichtsbuch, um Informationen über Beginn und Entwicklung der Vereisung des antarktischen Kontinents Aufschluss zu erhalten. Bislang ist bekannt, dass die Antarktis bereits vor 35 Millionen Jahren vereist war. Die Bohrkeme sollen nun Rückschlüsse auf die vergangenen 100 Millionen Jahre ermöglichen. Ausserdem werden Informationen über Ursache und Verlauf der Meeresspiegelschwankungen erwartet.
Aus Deutschland nahmen im Herbst 1997 sechs Wissenschaftler vom Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven und Potsdam, von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe Hannover und der Universität Halle teil. Seit dem 16. Oktober 1997 war das internationale Forscherteam tätig. Aussergewöhnlich an den Arbeiten ist, dass die Bohrplattform auf dem schwimmenden, aber mit dem Festland verbundenen Meereis installiert wurde. Die Bohrungen gehen zunächst durch 200 bis 400 Meter tiefes Meerwasser und dann 400 bis 700 Meter tief in das Sediment. Das Cape Roberts ist ein günstiger Ort für solche Bohrungen, weil hier die Sedimentschichten zugänglich und nicht von Eis und anderen Schichten überlagert sind, Logistikstützpunkt für das „Event K 001“ ist die neuseeländische Scott Base. Doch auch 1997 war kein Erfolg beschieden. Nachdem die ersten Bohrkerne gewonnen waren, hat Ende Oktober ein schwerer Sturm eine etwa fünf Kilometer breite Eisscholle abgebrochen. Zwischen der Bohranlage und dem Meer seien nur noch ein Kilometer Eis gewesen, sagte Projektleiter Peter Barrett. Menschen waren nicht gefährdet, doch die teure Bohranlage hätte durch das schwankende Eis zerstört werden können. Deshalb wurde das Projekt abgebrochen. Für Oktober 1998 ist eine weitere Bohrkampagne geplant.

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