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1. Januar 2000 / PolarNEWS

Drift von Polarschiffen

Drift -Polarschiffe

Drift der „Michail Somov“ : 15 März – 26. Juli 1985

Am 9. März 1985 erreichte das Forschungsschiff die Station Russkaya. Bei starkem Sturm wurde die Station versorgt und das Personal ausgetauscht. Die Wetterbedingungen verschlechterten sich rapide und starke Eispressungen liessen das Schiff am 15.März 1985 einfrieren. Am 17. April wurden 77 Personen mit Helikoptern zur „Pawel Korchagin“ evakuiert, welches eigens aus Neuseeland bis zur Eisgrenze abgerufen wurde. Zurück blieben 53 Besatzungsmitglieder.

Im Fernosthafen Nachodka wurde der Eisbrecher „Wladiwostok“ für eine Rettungsexpedition ausgerüstet: Kleider, Lebensmittel und zusätzlicher Treibstoff. Zum Einsatz kam auch ein MI-8 Helikopter.

Am 12. Juni verliess der Eisbrecher den Hafen Richtung Antarktis und übernimmt von der dort wartenden „Pawel Korchagin einen weiteren MI-8 Helikopter und weiteren Treibstoff im Austausch gegen Lebensmittel und Kleider. Am 14. Juli erreicht der Eisbrecher „Wladiwostok“ die Eisgrenze und erreichte am 26. Juli nach 800km Eisfahrt die „Michail Somov“. Bei der Durchfahrt durch über 2m dickes mehrjähriges Eis wurde der optimale Weg durch einen Kosmos-Satelliten vorgezeigt, welcher Infrarotaufnahmen dazu lieferte. Zuerst musste das driftende Schiff mit Frischwasser und anschliessend mit Treibstoff, Lebensmittel und Kleider versorgt. Die Drift der Somov dauerte also genau 133 Tage, bevor sie im Kielwasser des Eisbrechers aus eigener Kraft wieder am 11. August das offene Meer erreichte. Es war der einzige Einsatz dieses Eisbrechers in der Antarktis. Für die Michael Somov war dies bereits die zweite Drift – bereits 1977 war sie während 54 Tagen vom Eis eingeschlossen.

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Drift der Michail Somov 1990.
Das sowjetische Forschungsschiff „Michail Somov“ hat sich im Eis der Antarktis festgefahren und muss nun bis zum Eintritt des nächsten Tauwetters dort verweilen. Die 169 Mann an Bord des Schiffes, Wissenschaftler, Techniker und Schiffsbesatzung, wurden am 22. August 1990 mit einer IIjuschin-76 nach Kapstadt geflogen, nachdem sie zuvor mit Hubschraubern zur Station Molodjoshnaja gebracht worden waren. Eine Rumpfbesatzung wird an Bord des Schiffes in der Antarktis (unfreiwillig) überwintern.

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