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1. Januar 2000 / PolarNEWS

Glaziologie

Glaziologie: Kryologie, die Lehre vom gefrorenen Wasser der Erde in allen seinen Erscheinungsformen wie Schnee, Gletschereis, Meereis oder Bodeneis.

Die Glaziologie beschäftigt sich mit der Entstehung des Eises, den Eigenschaften und Erscheinungsformen des Eises, der Bewegung und des Transportes von Eis (Gletscher, Eisschild), der Verbreitung des Eises sowie der Bedeutung des Eises als Gestaltungsfaktor der Landoberfläche. glaziale Erosion, glaziale Sedimente.

Die Glaziologie befasst sich mit sämtlichen Erscheinungsformen von gefrorenem Wasser: Schneefall, Schneedecke, Eisschelf, Meer-Eis, Eispanzer und Gletscher. Die Forschung ist vielfältig und erstreckt sich auf Entstehung, Verbreitung, Bewegung und Formen des Eises.

p-glaziologieDie Eisbildung hatte einen starken Einfluss auf die Gestaltung der Landschaft und deren Oberflächenformen. Das globale Klima wechselte zwischen Kälte- und Wärmeperioden hin und her. Dieser Kreislauf wurde im Verlauf der Jahrmillionen auch mehrere Male durchlaufen.

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Eisstromnetz: entsteht, wenn Gletscher die Täler eines Gebirges so hoch mit Eis erfüllen, dass dieses über Transfluenzpässe von einem Talsystem in andere fliesst. Dabei entstehen Konfluenzstufen und Diffluenzstufen. Während der Kaltzeiten des Pleistozäns waren die Alpen von einem Eisstromnetz überzogen. Viele Pässe sind durch die abschleifende Wirkung dieser Eisströme stark erniedrigt worden, 

 

 


Schelfeis: Eisschelf, schwimmende Eisplatte von grossflächigen Ausmassen und mindestens 2 m Höhe über dem Meeresspiegel, die von einem Inlandeis (Eisschild), Gletscher oder Eisstrom gespeist wird und Masse durch Abschmelzen an der Ober- bzw. Unterseite sowie Kalben von Tafeleisbergen (Eisberg) verliert (Abb.). Filchner-Ronne- und Ross-Schelfeis in der Antarktis haben mit jeweils etwa 0,5·106 km2 die weltweit grössten Ausmasse. Während Schelfeis gewöhnlich aus meteorischem Eis besteht, kann es auch zu einem Anfrieren von in der Wassersäule gebildetem Eis, so z.B. unter dem Filchner-Ronne-Schelfeis, kommen.

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Leben im Eis: Das jährliche Meereseis im McMurdo-Sund liefert einige Mikro-Standorte für reichhaltige und mannigfaltige Gemeinschaften von Mikroorganismen. Dies ist bemerkenswert mit Rücksicht auf die Tatsache, dass die durchschnittlichen Temperaturen in diesen Gewässern minus 1,81 Grad Celsius betragen und dass nur weniger als ein Prozent des Sonnenlichts in das Eis eindringt. Die Fruchtbarkeit in den Gemeinschaften dieser Mikroorganismen ist ebenso gross wie die der Gerneinschaften in den gemässigteren Zonen der Erde. Berücksichtigt man die Grösse des Packeises, welches die Antarktis umgibt, bedeutet dies, dass dieser Lebensraum (Habitat) eine gewaltige .Erzeugungsstätte“ für Leben ist. Eine biologische Gemeinschaft dieser Grösse muss im Hinblick auf die örtlichen Bedingungen auch einen gewaltigen Einfluss auf die „Kette des Lebens“ in der Antarktis haben. Diatomeen (Kieselalgen), die in dieser Gemeinschaft vorherrschen, erleben eine „Frühlingsblüte“, welche den Boden des Eises goldbraun färben. Diese Gemeinschaften innerhalb des Eises bilden in der Antarktis den Übergang vom Anorganischen zum Organischen. Durch die Umwandlung von anorganischen Nährstoffen und Licht in Algen und andere organische Gebilde sind diese Organismen in der Lage, Nahrung in Form von Kohlenstoff und Energie für die Unterwasserfauna zu liefern, welche die Grundlage für das Leben in der Antarktis bilden.

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