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1. Januar 2000 / PolarNEWS

Leben – Überleben in der Antarktis

 Die Antarktis ist auch für die Tierwelt von aussen nicht gut erreichbar. Das marine antarktische Oekosystem ist eines der ältesten und grössten der Erde. Kalte Strümungen rund um die Antarktis bilden eine tödliche Barriere für die meisten Organismen, die aus gemässigt temperierten Wasser herangetrieben werden könnten.

Durch die Abgeschiedenheit sind hier auch viele endemische Arten anzutreffen – Tierarten die es nur hier und sonst nirgends gibt. Sie wurden meist in früher Zeit durch die Westwinddrift hierher getrieben. 

Besonders auf den subantarktischen Inseln gibt es auch eingeschleppte Arten. Diese gelangten -bewusst oder unbewusst – durch den Menschen hierher. So wurde das Rentier der Arktis bewusst durch die Walfänger in Südgeorgien angesiedelt – andererseits kamen unbewusst auch Ratten an Land.

Bei einigen Vögeln gibt es solche, die als Sommergäste im Bereich der Subantarktis vorkommen, um hier vom reichlichen Nahrungsangebot zu profitieren.

Allein schon wegen der Abgeschiedenheit gibt es nur wenige Irrgäste, welche sich in diese Gegenden verirren und auch hier höchstens bis in die Subantarktis. Die Irrgäste werden gesehen und werden anschliessend viele Jahre nicht mehr registriert. 

Es gibt 5 Ökogeographische Regeln , welche für die Fauna der Antarktis zutreffen:

Hesseschen Regel oder Herzgewichtsregel

Die Vögel und Säugetiere entwickeln in kälteren Klimaten ein grösseres Herzgewicht und -volumen als die Artgenossen in wärmeren Klimaten. Ursache ist eine gesteigerte Stoffwechselleistung zur Aufrechterhaltung der Körpertemperatur als Anpassung an die kalte Temperatur.

Renschsche Regel 

Bei Säigetieren sind die Grannenhaare (Oberhaare) länger und die Wollhaare in kälteren Klimazonen deutlich zahlreicher als bei verwandten Arten  in wärmeren Klimazonen.

Allen’sche Regel oder Proportionsregel. Die Körperanhänge (wie Ohren, Schwanz) ist bei Tieren derselben Art in kälteren Regionen kleiner. Dadurch wird in der Polarkälte nur ein Minimum an Körperwärme verloren.

Bergmann’sche Regel oder Grössenregel bei Tieren derselben Art. Sie besagt, dass Tiere in kälteren Klimabereichen durchschnittlich grösser sind als in wärmeren Klimaten. Der Kaiserpinguin auf dem antarktischen Festland ist mit 120cm der grösste – der Galapagos.Pinguin nahe dem Äquator mit 47cm der kleinste.

Die Ursache liegt im physikalischen Grundsatz: bei grösserem Körpervolumen besteht eine relativ kleinere Körperoberfläche, d.h. der Kaiserpinguin verliert relativ weniger Wärme und hat daher in der Antarktis grössere Überlebensvorteile.

Gloger’sche Regel oder Färbungsregel. Die Melaninbildung bei Vögeln und Säugetieren ist abhängig vom Klima. In feuchtwarmen Gebieten ist sie grösser und die Färbung rot und braun – in kalten Trockengebieten ist sie geringer und die Färbung bringt graue Farbtöne hervor.

Wegen der kompletten Abgeschiedenheit der Antarktis und den extremen Lebensverhältnissen lässt sich die gesamte Fauna wie folgt aufteilen:

  • Endemische Arten (Enten von Vögel, gewisse Pinguine)
  • Eingeschleppte Arten (Rentier auf Südgeorgien, Ratten)
  • Sommergäste
  • Irrgäste
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