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1. Januar 2000 / PolarNEWS

Macquarie Island

Die Macquarie-Insel wurde 1810 durch den australischen Robbenfänger Hasselborough entdeckt und auch sie hatte bis in die neuste Zeit eine Robbenfängerstation. Heute gehört diese 176 km2 grosse Inselgruppe zum Bundesstaat Tasmanien und nicht, wie man annehmen könnte, zum Australischen Antarktischen Territorium (AAT), das am 13.6.33 durch Grossbritannien im „Australian Antarctic Territory Acceptance Act“ geschaffen und nach Übernahme durch das australische Parlament am 24.8.36 Australien formal unterstellt wurde.
Obwohl die Inselgruppe „nur“ etwa 1600 km südöstlich Tasmaniens liegt, mussten – sieht man von Bellingshausens Vermessung 1820 ab -mehr als 100 Jahre vergehen, ehe sie wieder betreten wurde. 1911 lief D.Mawson mit der „Aurora“ im Rahmen der von ihm geleiteten Australasiatischen Antarktisexpedition (1911-14) die Hauptinsel an und setzte eine Gruppe von 5 Mann unter G.F.Ainsworth ab, die dort eine Wetterstation errichten sollte. Das Unternehmen fand jedoch ein unglückliches Ende, da im Dezember 1915 der Stationsleiter A.C.Tullock mutterseelenallein umkam, weil das Ablösungsschiff verschwunden war.
Die Insel gehört seit ihrer Entdeckung verwaltungsmässig zu Tasmanien. Seit dem 22.März 1948 unterhält die ANARE an der Nordspitze eine meteorologische Station. Die Landung ist durch hohe Brandung sehr erschwert und die Versorgung erfolgt auch via Fallschirmabwurf.

Erst nach dem 2.WeltKrieg rückte die Insel wieder ins Blickfeld derWissenschaft. Im Januar 1947 hatte die Südwestpazifische Regionalkommission der Internationalen Meteorologischen Organisation (IMO), der Vorläuferin der Meteorologischen Weltorganisation (WMO), auf ihrer Tagung in Melbourne empfohlen, u.a. auf Macquarie Island eine Wetterstation aufzubauen, die Teil eines Netzes ähnlicher Basen um die und dann auch in der Antarktis sein sollte.

Die Insel ist 34km lang, dehnt sich von N nach S aus, sehr schmal, vulkanisch, und die Fläche beträgt 175km². Die Küsten steigen 150-200m steil an, während oben ein Plateau in etwa 290m liegt, auch die höchste Erhebung – Mount Hamilton, 433m – ist nur eine flache Kuppe. Die Oberfläche trägt weite Moore und Seen bis 800m lang und sehr tief.

Die Januar-Temperatur beträgt +6.4° und im Juli +2.3° , es herrschen häufig sturmreiche Westwinde und die Niederschläge sind sehr hoch. 

Es ist bereits eine gut entwickelte Flora vorhanden: Tussock-Wiesen, Azorellen-Polster, Pleurophyllum und der Macquarie-Kohl, nur Bäume fehlen ganz. Das Tierleben ist sehr vielfältig: eine Kolonie Königspinguine an der Ostküste, Schopfpinguine, Skuas,Sturmvögel, Enten,Dominikanermöwen und Riesensturmvögel. Eingeschleppt wurde die Maori-Henne (Weka), Kaninchen und Ratten.

Die Insel wurde 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. (World Heritage Committee, UNESCO)

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