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1. Januar 2000 / PolarNEWS

Notflüge in der Antarktis

Notflüge sind meistens aus medizinischen Gründen notwendig

Notflug 4.8.1948 nach Macquarie Island

Die Operation nannte sich SINBAD. Der vorgesehene Start vom 24.7.1948 musste auf den 4.8.1948 verschoben werden. Ein tödlich verunglückter Ingenieur, der für die Wartung der Station zuständig war, musste ersetzt werden. Der Hinflug erfolgte von Australien – der Rückflug über die Wigram Air Force Base in Neuseeland.


Medical Emergency Flight  Chrislchurch – McMurdo – Christchurch  Mid-Winter 12-13 August 1998 by RNZAF – C 130 Hereules

Mr. Jerry Ness, der Manager der amerikanischen Antarktisstation McMurdo erkrankte Anfang August 1998 ernstlich. Die Mediziner der US-Station konnten keine Besserung erreichen. Der kritische Zustand des Patienten machte einen Noteinsatz erforderlich. Da die US-Amerikaner kein passendes Flugzeug in Christchurch zur Verfiigung hatten, führte die Royal New Zealand Air Force diesen Rettungsflug durch. Es wurde eine Hercules-130 der 4O.Transport Squadron für den ersten antarktischen Winterflug von Christchurch nach McMurdo und zurück vorbereitet. Die Lang- streckenmaschine flog am12.August 1998 mit einem Ärzteteam in Christchurch ab. In der Polarnacht herrschte grosse Dunkelheit. Die Amerikaner hatten auf dem Meereis vor McMurdo eine Landebahn angelegt, die ausreichend ausgeleuchtet war. Da die Maschine nicht genügend Sprit für den Rückflug an Bord hatte, wurde am Morgen des 13.August bei 48 Grad minus die Maschine in McMurdo betankt. Am gleichen Tag kehrte die neuseeländische Hercules nach Christchurch zurück. Jerry Ness konnte in das Hospital eingeliefert werden.

Notflug vom 11.7.1999 zur Südpolstation

Bei diesem Hilfsflug wurden Medikamente für die an Brustkrebs erkrankte Dr. Jerri Nielsen. Eine USAF C-141 Starlifter flog von Christchurch nonstop zum Südpol, um dort die benötigten Medikamente, aber auch Post und Verpflegung abzuwerfen. Ein KC-10 Airtanker flog der Maschine auf dem Rückflug entgegen und tankte sie in der Luft auf. Dies war notwendig, weil ein Zwischenstop in der US-Station McMurdo nicht möglich war.

Ein Notflug kreuz und quer durch die Antarktis 1999

Ein weiterer Rettungsflug beschäftigte Polarforscher und Piloten verschiedener Länder. Ein indischer Wissenschaftler auf dem norwegischen Forschungsschiff „Polar Bird“ erkrankte ernstlich. Mit einem südafrikanischen Helikopter wurde der Patient vom norwegischen Schiff zur deutschen Neumayerstation geflogen. Dort versorgte der deutsche Stationsarzt den Kranken. Von Neumayerstation erfolgte mit dem deutschen Flugzeug POLAR-4 der Flug zur britischen Base Halley,wo nachgetankt wurde. Anschliessend flog die deutsche PropeIlermaschine zur amerikanischen Südpolstation. Die Amerikaner flogen den Inder mit einer Hercules sofort zur McMurdo Station und dann weiter nach Christchurch ins Hospital. Leider erlag der Forscher einen Tag später in Neuseeland seiner Krankheit.

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