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1. Januar 2000 / PolarNEWS

Südpolarmeer

Das Südpolar Meer hat einen Anteil von etwa 10% an den Weltmeeren und umschliesst die gesamte Antarktis. Das Meer beeinflusst entscheidend das Wetter und die Biologie des gesamten Kontinents. Praktisch die gesamte Tierwelt der Antarktis ernährt sich vom Meer. Einige Tierarten kommen in riesigen Populationen vor, so der Krill, der wiederum Nahrungsquelle für Wale, Robben, Vögel, Fische und Tintenfische ist. Der Erforschung des Ökosystems galt z. B. das Programm BIOMASS.

Zu Beginn des Südsommers schmilzt die Eisdecke des Südpolarmeers. Dieses Oberflächenwasser ist nur schwach salzhaltig. Es verdünnt sich zusätzlich durch Niederschläge und dem Schmelzwasser von Eisbergen. 

Das Südpolarmeer ist durch den Antarktisvertrag geschützt, der die Ausbeutung von Bodenschätzen gegenwärtig verhindert. Die Fischerei im Südpolarmeer unterliegt den Regelungen der CCAMLR (Commission for the Conservation of Antarctic Marine Living Resources).

Unter Südpolarmeer oder südliches Eismeer versteht man die Meeresgebiete südlich der antarktischen Polarfront bei etwa 55°S und umfassen etwa 38 Mio km2. Es verbindet die drei Ozeane miteinander und wird lediglich in der Drakestrasse zwischen Südamerika und der Antarktischen Halbinsel etwas eingeengt. Ein grosser Teil dieses Meeres ist im Winter mit Meereis (21 Mio km2) bedeckt, der im Sommer auf 3 Mio km2 abschmilzt. Die Meeresströmungen im Südpolarmeer werden durch den Antarktischen Zirkumpolarstrom bestimmt. und trägt wesentlich zum Weltklima bei. 


Antarktisches Bodenwasser (Antarctic Bottom Water)

Es ist eine im Tiefenwasser des Südpolarmeeres vorkommende Wassermasse. Durch die jährliche Bildung von riesigen Eismengen rund um die Antarktis steigt die Salzkonzentration unterhalb der Eisdecke und sinkt jeden Winter in die Tiefe. Dieses stark salzhaltige Tiefenwasser lässt sich in allen Weltmeeren nachweisen. Es wird vor allem aus Oberflächenwasser der südöstlich von Feuerland gelegenen Weddellsee gebildet, wo es im antarktischen Winter durch Meereisbildung zu einer Erhöhung des Salzgehaltes kommt. Das kalte und salzreiche Wasser ist so dicht, dass es als antarktisches Bodenwasser auf den Meeresgrund sinken kann.


Randmeere im Bereich des Südpolarmeers

Amundsensee : vor der Antarktisküste ca. 110°

Bellingshausensee : westliche Antarktische Halbinsel, benannt nach dem russischen Seefahrer Fabian von Bellingshausen. es ist ein Randmeer des pazifischen Ozeans zwischen der Antarktischen Halbinsel und Thurstoninsel.

König Haakon-VII. See :Antarktisküste ca. 30°E

Dumont d’Urville See :Antarktisküste ca. 140°E. Es ist ein Randmeer am Übergang vom pazifischen zum indischen Ozean vor der Küste des Adélielandes, in dem etwa ein Viertel des antarktischen Bodenwassers gebildet wird. 

Rossmeer : Nördlich vom Ross-Schelfeis 180°E

Weddellsee : östliche. Antarktische Halbinsel – nördlich Filchner-Ronne Schelfeis. Es ist ein Randmeer des atlantischen Ozeans. Als östliche Begrenzung wurde früher das Coatsland betrachtet, heute wird die Ausdehnung des Strömungssystems des Weddellseewirbels bis etwa 30°E als Begrenzung verwendet. Im Süden wird die Weddellsee vom Filchner-Ronne-Schelfeis bedeckt, dem salzhaltigsten und deshalb mit minus 2.7°C auch kältestem Wasser des Ozeans im flüssigen Zustand. Die Weddellsee stellt mit Zweidritteln das Hauptentstehungsgebiet des Antarktischen Bodenwassers dar und ist daher Schwerpunkt polarer Meeresforschung. Die Seetiefe in diesem Gebiet ist bis 5000m und Meereis und Eisberge behindern die Schifffahrt in diesem Gebiet. Die Weddellsee wurde benannt nach dem britischen Seefahrer James Weddell (1787-1834), der in dieses Gebiet vordrang.



 

 

 

 


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