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1. Januar 2000 / PolarNEWS

Wale der Antarktis

SYSTEMATK  (nur Fauna der Antarktis)

Ordnung Cetacea ( Wale )

 
 

Unterordnung Mysticeti ( Bartenwale )

Familie Balaenopteridae (Furchenwale)

Gattung Balaenoptera

Gattung Megaptera

Familie Balaenidae (Glattwale)

Gattung Eubalaena

 
 

Unterordnung Odontoceti ( Zahnwale )

Familie Physeteridae (Pottwale)

Gattung Physeter

Familie Ziphiidae (Schnabelwale)

Gattung Hyperoodon (Entenwale)

Familie Delphinidae (Delfine)

Unterfamilie Orcininae (Schwertwale)

Gattung Orcinus

 
 

Die Wale sind Säugetiere, die ausschliesslich im Wasser leben. Weltweit gibt es etwa 100 Arten und Unterarten, davon kommen ungefähr 20 zumindest zeitweise in antarktischen Gewässern vor. Die unten aufgeführten 8 Arten sind die bekanntesten in den antarktischen Gewässern.

 
 

Man unterscheidet zwischen den Unterordnungen Bartenwalen und Zahnwalen. Die Bartenwale haben ihren Namen von den Barten, das sind 300- 400 Hornplatten, am inneren Rand faserig gefedert. So wird für die Nahrungsaufnahme ein riesiges Sieb geformt. Die Hauptnahrung ist daher Krill und andere kleine Meerestiere.

Die Familie der Furchenwale teilt sich in zwei Gattungen: Balaenoptera und Megaptera.  Die Wale aus der  Gattung der Balaenoptera haben einen sehr schlanken Körper und ihr Kopf läuft spitz zu.

Der Name Furchenwale bezieht sich auf die Längsfurchen an der Kehle. Sie spielen eine Rolle bei der Nahrungsaufnahme.

Die Furchenwale schwimmen mit geöffnetem Maul durch das nährstoffhaltige Wasser.Beim Einströmen des Wassers dehnen sich die Furchen aus und so können grosse Mengen an Nahrung mitsamt dem Wasser aufgenommen werden. Wenn der Wal anschliessend sein Maul schliesst und das Wasser wieder herauspresst, bleibt die Nahrung in den Barten hängen und wird hinuntergeschluckt.

Für die ersten Walfänger waren diese Wale nur schwer zu jagen, weil sie schnelle Schwimmer sind und sich vorwiegend in tiefen Gewässern aufhalten. Der drastische Rückgang der Glattwalbestände führte dazu, dass man mit Hilfe von schnelleren Schiffen auch den Furchenwalen nachstellte.

Die meisten Furchenwale legen jedes Jahr weite Strecken zurück. Im Sommer halten sie sich in den Futtergründen auf, das sind die eher kälteren Gewässer. Im Herbst ziehen sie in die Paarungsgründe, das sind eher wärmere Gewässer. Dort pflanzen sie sich fort und ziehen ihre Jungen auf.

Zahnwale ernähren sich aber vorwiegend von Fischen und Tintenfischen. Im Gegensatz zu den Bartenwalen nehmen die Zahnwale ihre Nahrung  mit den Zähnen auf. Sie können ihre Nahrung mit den Zähnen lediglich ergreifen, jedoch nicht zerkleinern.

 
 

Zahnwale haben ein Blasloch und meist eine deutliche Finne.  Die Musterung der Haut ist sehr unterschiedlich, bei einige Arten ist die obere Färbung von Kopf bis Rücken dunkler. Bei den Ziphiidae formt das Maul einen deutlichen Schnabel.

 
 

Körperteile bei den Walen:

Blasloch: auch Nasenloch, bei Zahnwalen nur eine äussere Öffnung sichtbar, bei Bartenwalen sind es zwei Öffnungen. Als Säugetiere müssen die Wale in bestimmten Abständen zum Atmen an die Wasseroberfläche. Die komprimierte Atemluft wird durch das Blasloch ausgestossen und es bildet sich bei grösseren Walen eine deutliche auch weithin sichtbare Wolke.

Flipper: So wird die Brustflosse bezeichnet. Die Flipper können bei den einzelnen Arten unterschiedlich aussehen.

Finne: So wird die Rückenflosse bezeichnet. Anhand von Position und Grösse, Form und Farbe der Finne können sogar die einzelnen Arten bestimmt werden.

Fluke: So wird die Schwanzflosse bezeichnet. Diese gilt ebenfalls als Identifikationsmerkmal und ist das Antriebsorgan der Wale. Anders als die Fische treiben sich die Wale nicht durch Hin- und Herbewegen des Kopfes an, sondern durch Auf- und Abbewegen der Fluke.

 
 

Walpopulation:

Die Population der einzelnen Walarten ist nur schwer zu schätzen, weil sich die Tiere die meiste Zeit unter Wasser und deshalb nicht sichtbar sind. Wesentlich sind die Veränderungen bei den Sichtungen über einen längeren Zeitraum.

 
 

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